Wer Wohneigentum finanziert, steht früher oder später vor einer Frage: Welche Hypothekarmodelle kommen für meine Situation infrage? Die Wahl eines passenden Modells beeinflusst nicht nur die monatliche Belastung, sondern auch die finanzielle Planungssicherheit über viele Jahre hinweg. Dieser Ratgeber erklärt die häufigsten Hypotheken-Arten und hilft Ihnen, die passende Lösung zu finden.
Das Wichtigste in Kürze
Als Hypothekarmodelle bezeichnet man die verschiedenen Varianten, wie eine Hypothek strukturiert werden kann. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in drei Punkten: dem Zinssatz (fix oder variabel), der Laufzeit (begrenzt oder unbefristet) und dem Zinsanpassungsrhythmus. Die Wahl des Hypothekarmodells bestimmt, wie viel Planungssicherheit Sie bei der Immobilienfinanzierung haben und welchem Zinsrisiko Sie unterliegen.
Neben diesen drei Grundmodellen bietet die Bank Cler spezifische Varianten an – darunter die Supercard-Hypothek und die Nachhaltigkeitshypothek. Welches Modell das richtige ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrer Risikobereitschaft und Ihren Zinswartungen ab.
Die Festhypothek ist die in der Schweiz am häufigsten gewählte Finanzierungsform. Sie zeichnet sich durch einen fixen Zinssatz und eine klar definierte Laufzeit aus – in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren.
Bei einer Festhypothek vereinbaren Kreditnehmerin oder Kreditnehmer und Bank zu Beginn einen Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt. Steigen die Zinsen während dieser Zeit, profitieren Sie vom günstigeren Festzins. Sinken die Zinsen, zahlen Sie hingegen weiterhin den höher vereinbarten Zinssatz.
Die Festhypothek kann sich für Eigentümerinnen und Eigentümer eignen, die Wert auf Zinssicherheit und klare Planung legen. Sie kann sinnvoll sein, wenn Sie Ihr Budget genau kennen möchten, keine Zinsschwankungen wünschen oder aktuelle Konditionen über einen längeren Zeitraum festschreiben möchten.
Die SARON-Hypothek ist die moderne Nachfolgerin der LIBOR-Hypothek, die seit Ende 2021 nicht mehr angeboten wird. Als Geldmarkthypothek orientiert sie sich am Swiss Average Rate Overnight, dem wichtigsten Referenzzinssatz für den Schweizer Geldmarkt.
Der SARON (Swiss Average Rate Overnight) ist ein Referenzzinssatz, der auf tatsächlich abgeschlossenen Transaktionen im Schweizer Geldmarkt basiert. Er wird täglich von der SIX Swiss Exchange berechnet und ist öffentlich zugänglich. Die SARON-Hypothek besteht aus dem SARON-Zinssatz plus einer fixen Bankenmarge, die für die gesamte Vertragsdauer unverändert bleibt. Der Zins wird vierteljährlich angepasst.
Die variable Hypothek gehört zu den flexibelsten Hypothekarmodellen. Sie hat weder eine feste Laufzeit noch einen fixen Zinssatz. Der Zinssatz kann von der Bank an veränderte Marktbedingungen angepasst werden.
Die variable Hypothek nutzen viele Kundinnen und Kunden als flexible Übergangslösung. Sie passt gut, wenn Sie eine Liegenschaft bald verkaufen, wenn Sie sich noch nicht für ein langfristiges Modell entscheiden möchten oder wenn Sie auf sinkende Zinsen warten, um später in eine Festhypothek zu wechseln.
Welche Hypothekarzinsen bietet die Bank Cler an?
Bei der Wahl des Hypothekarmodells gibt es keine Einheitslösung. Sie hängt von verschiedenen persönlichen und wirtschaftlichen Einflüssen ab. Folgende Punkte können Ihnen dabei helfen, eine für Sie passende Entscheidung zu treffen:
Was kostet mein Eigenheim?
Ein wichtiger Schritt bei der Hypothekarmodellwahl ist die konkrete Berechnung der Finanzierbarkeit. Der Hypothekenrechner der Bank Cler liefert eine erste Einschätzung zur möglichen Finanzierbarkeit und zu den voraussichtlichen Finanzierungskosten.
So funktioniert's:
1. Kaufpreis eingeben: Tragen Sie den geschätzten Preis Ihrer Wunschimmobilie ein.
2. Eigenmittel angeben: Geben Sie an, wie viel Eigenkapital Sie einbringen möchten. Als Minimum gelten 20% des Kaufpreises.
3. Einkommen erfassen: Erfassen Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen.
4. Berechnung prüfen: Sie erhalten eine erste Einschätzung zur Tragbarkeit und zu den möglichen monatlichen Kosten.
5. Profil ergänzen (optional): Für eine genauere Einschätzung können Sie ein Profil erstellen und Unterlagen hochladen.
6. Offerte anfordern: Auf Wunsch erhalten Sie eine unverbindliche Offerte, die zu Ihrer Situation passt.
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