Der Traum vom Eigenheim ist in der Schweiz weit verbreitet. Doch die Immobilienpreise sind hoch und steigen in vielen Regionen weiter. Ob sich der Markt entspannt oder das Preisniveau erneut anzieht, beschäftigt Kaufinteressierte ebenso wie Eigentümerinnen und Eigentümer. Wer die Entwicklung im Blick behält, kann seine Wohnsituation besser einschätzen und frühzeitig handeln.
Das Wichtigste in Kürze
Nach zwei Jahren mit kaum steigenden oder sogar leicht sinkenden Preisen hat sich der Schweizer Immobilienmarkt 2025 spürbar belebt – eine Entwicklung, die sich 2026 fortsetzt. Unterstützt durch tiefere Finanzierungskosten und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Jahresverlauf gestiegen. Seit März 2024 senkte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins schrittweise auf 0,0%, was Finanzierungen deutlich vergünstigt hat.
Die Nachfrage nach Wohneigentum hat aufgrund der niedrigeren Finanzierungskosten spürbar zugenommen. Dazu kommen laut Daten des Beratungsunternehmens Wüest Partner eine tiefe Leerstandsquote von nur 1,0% im Wohnsegment und ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum. Gleichzeitig können hohe Kapitalzuflüsse die Preise in Regionen mit wenig Angebot sprunghaft steigen lassen.
Im ersten Quartal 2026 sind die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz um 0,7% gestiegen. Über das Jahr betrachtet ergibt sich ein Anstieg von 4,3%, wie aus der aktuellen Marktanalyse von Wüest Partner hervorgeht. Die Nachfrage bleibt hoch – vor allem in Städten und wachstumsstarken Gemeinden, wo gut gelegene Objekte besonders gesucht sind. Gleichzeitig bremst das knappe Baulandangebot die Neubautätigkeit. Viele Haushalte setzen weiterhin auf ein Eigenheim, sei es zur Selbstnutzung oder als langfristige Wertanlage.
Wenn die Bank tiefere Hypothekarzinsen anbietet, nutzen Kaufinteressierte häufig die Chance, um sich den Wunsch nach einem Eigenheim zu erfüllen. Das wirkt sich direkt auf die Zahlungsbereitschaft aus. Die Hauspreise in der Schweiz bleiben damit in vielen Gebieten auf einem stabilen, teils steigenden Niveau.
Im ersten Quartal 2026 sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz laut Wüest Partner um 1,3% gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Zuwachs von 4,5%. Die Nachfrage bleibt insbesondere in Städten und Agglomerationen hoch. Gefragt sind vor allem Wohnungen in zentralen Lagen mit guter Anbindung und hoher Wohnqualität.
Bei Eigentumswohnungen zeigt sich die stärkere Nachfrage auch bei Anlegerinnen und Anlegern. Als Renditeobjekte profitieren sie vom aktuell tiefen Zinsniveau und den günstigeren Hypothekarzinsen. Gerade in urbanen Lagen mit knappem Angebot bleiben Wohnungen gefragt, was sich in den Preisen widerspiegelt.
Nach mehreren Jahren mit starkem Wachstum dürfte sich die Preisentwicklung von Schweizer Immobilien im Jahr 2026 etwas beruhigen. Das zeigt die aktuelle Prognose des Beratungsunternehmens Wüest Partner. Die Rahmenbedingungen bleiben grundsätzlich günstig, doch die konjunkturelle Abschwächung, vorsichtigere Kaufentscheide und ein leicht wachsendes Angebot führen zu einer verlangsamten Dynamik. Trotzdem gehen Marktanalysen von Wüest Partner weiterhin von steigenden Immobilienpreisen in der Schweiz aus, wenn auch in moderaterem Tempo:
Die SNB hat ihren Leitzins zuletzt im Juni 2026 bestätigt und lässt ihn weiterhin bei 0,0% (Stand: 07.2026). Bei einer Teuerung von 0,6% im Mai 2026 und einem erwarteten Wirtschaftswachstum von rund 1% sieht sie keinen Anpassungsbedarf. Ein starker wirtschaftlicher Impuls ist nicht in Sicht, weshalb für den weiteren Jahresverlauf 2026 mit keiner raschen Änderung zu rechnen ist und die Zinsentwicklung insgesamt stabil bleiben dürfte.
Die Renditen von Schweizer Staatsanleihen sind zuletzt leicht gesunken und bewegen sich auf tiefem Niveau. Sollte sich die Wirtschaft in der Eurozone weiter erholen, könnten auch die langfristigen Hypothekarzinsen in der Schweiz 2026 leicht anziehen. Ein abrupter Anstieg ist jedoch unwahrscheinlich. Solange die Nationalbank an ihrem Kurs festhält, bleiben SARON-Hypotheken voraussichtlich auf tiefem Niveau und bewegen sich eher seitwärts.
Wer ein Eigenheim plant oder bestehende Hypotheken prüfen möchte, sollte die Zinsentwicklung dennoch aufmerksam verfolgen. Denn auch kleine Veränderungen können Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung haben. Die Bank Cler unterstützt Sie dabei mit transparenten Hypothekarangeboten und persönlicher Beratung, damit Ihre Finanzierung auch in Zukunft zu Ihnen passt.
Die aktuellen Hypothekarzinsen der Bank Cler finden Sie übersichtlich auf unserer Website. Wie sich das aktuelle Zinsumfeld für Ihre Hypothek nutzen lässt, lesen Sie in unserem Beitrag «Zinssituation 2026 – Jetzt die eigene Hypothek clever planen».
Der Immobilienmarkt in der Schweiz wird von mehreren Entwicklungen beeinflusst. Neben der Zinspolitik der SNB und der demografischen Entwicklung spielen auch regionale Unterschiede und politische Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle:
Ein spürbarer Rückgang der Immobilienpreise in der Schweiz ist kurzfristig eher unwahrscheinlich. Für 2026 rechnen Fachleute jedoch mit einer ruhigeren Marktphase. Die Nachfrage nach Wohneigentum dürfte etwas abnehmen, während gleichzeitig wieder mehr gebaut wird. Diese Entwicklung kann in bestimmten Regionen zu einer Entlastung führen. In einzelnen Märkten sind daher mittelfristig stagnierende oder leicht sinkende Preise möglich.
Ein landesweites Platzen einer Immobilienblase gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Die Zinsen sind tief, und das Angebot bleibt begrenzt. In einigen Städten wie Zürich oder Genf sehen Fachleute jedoch Anzeichen einer Überhitzung. Die Preise sind dort im Verhältnis zu Einkommen und Mieten besonders stark gestiegen. Das Risiko ist also real, aber vor allem regional begrenzt.
Die Hauspreise steigen weiterhin, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch, während das Angebot begrenzt ist. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Hauspreisentwicklung in der Schweiz positiv bleibt. In gefragten Lagen ist der Druck auf die Preise besonders spürbar. Auch wenn sich das Wachstum etwas verlangsamt, bleibt der Markt insgesamt auf einem hohen Niveau.
Die Wohnungspreise in der Schweiz steigen weiter, auch wenn sich das Tempo etwas verlangsamt hat. Besonders in städtischen Zentren bleibt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen hoch, was die Preise auf einem hohen Niveau hält. In ländlicheren Regionen ist die Entwicklung stabiler. Insgesamt zeigt sich der Wohnungsmarkt weiterhin attraktiv, nicht zuletzt wegen der tiefen Zinsen und leicht sinkender Mietpreise. Regional bestehen jedoch grosse Unterschiede, die den Preisverlauf unterschiedlich beeinflussen.