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Zeit, über Geld zu reden.

Wie viel Risiko halten Sie aus?

Welchen Kurs nehmen die Finanzmärkte – was lässt der historische Vergleich erwarten?

Leider hält der Bullenmarkt der vergangenen zehn Jahre nicht unbegrenzt an. Möglicherweise müssen sich die Investoren, die in den vergangenen Jahren satte Renditen erzielt haben, künftig in mehr Bescheidenheit üben.

Obwohl die Aussichten für Aktien nicht so üppig sind wie in den vergangenen Jahren: Wer über einen langen Investmenthorizont verfügt und vorübergehende Turbulenzen aushalten kann, kann dennoch in Aktien investieren. In den vergangenen 90 Jahren gab es am Schweizer Aktienmarkt (Betrachtung per Jahresende) lediglich drei Investitionszeitpunkte (1928, 1929 und 1930), infolge derer die Aktienrendite (inklusive Dividenden) aufgrund der Weltwirtschaftskrise auf eine Zehnjahressicht um höchstens 1.3 % p.a. sanken.

Renditen und Risikotoleranz gehen Hand in Hand


Grundsätzlich gilt es, das Vermögen vor unnötigen Risiken zu schützen und das Risiko-Rendite-Verhältnis zu optimieren. Dies bedeutet in erster Linie eine ausreichende Diversifikation durch Titelanzahl, Segmente und Regionen und ist eine zentrale Aufgabe einer professionellen Vermögensverwaltung. Es ist aber nicht möglich, die systematischen Aktienrisiken komplett zu vermeiden. Wer eine höhere Rendite anstrebt, muss einen höheren Anteil seines Vermögens in Aktien investieren sowie fähig und willens sein, stärkere Schwankungen seiner Vermögenswerte auszuhalten. Sowohl Risikofähigkeit als auch Risikobereitschaft sind individuell unterschiedlich und zeigen sich im persönlichen Risikoprofil. Einem jungen, unabhängigen Berufsanfänger wird in der Regel entsprechend seiner Lebenserwartung ein langer Investmenthorizont und dementsprechend eine hohe Risikofähigkeit unterstellt. Ebenso verhält es sich mit einem gut situierten Ehepaar in den besten Jahren, das nach der Abbezahlung des Eigenheims und der Berufsausbildung der Kinder keine bzw. verhältnismässig geringe finanzielle Verpflichtungen hat. Solche Anleger sind grundsätzlich in der Lage, stärkere Wertschwankungen ihrer Kapitalanlagen hinzunehmen. Ob sie dazu auch bereit sind, hängt von ihrer Persönlichkeit ab. Stoische Optimisten können vorübergehende Rückschläge besser wegstecken als sensible Skeptiker. Daher gibt es nicht einfach die beste Anlagestrategie, sondern unterschiedliche Ausprägungen je nach persönlicher Präferenz. Für die meisten Anleger eignet sich in aller Regel eine der drei folgenden Anlagestrategien.

Die obligationenlastige Anlagestrategie «Einkommen» empfiehlt sich für Anleger mit begrenzter Risikofähigkeit und/ oder -bereitschaft. Historische Daten auf der Basis eines sogenannten Backtest weisen seit 1994 für die Strategie «Einkommen» eine durchschnittliche historische Rendite von 4.5 % p.a. aus. Dabei betrug der maximale zeitweilige Wertverlust 12.2 %. Hat man im ungünstigsten Moment, also direkt vor dem Kurseinbruch investiert, musste man maximal zwei Jahre und vier Monate im Verlustmodus leben

  • Anlagelösung Einkommen Traditionell: Bank Cler - CH0329763921
  • Anlagelösung Einkommen Nachhaltig: Bank Cler - CH0369737678

Für Anleger mit mittlerer Risikofähigkeit und/ oder -bereitschaft empfehlen wir die Anlagestrategie «Ausgewogen». Sie sieht ein ausgeglichenes Verhältnis von Aktien und Obligationen vor. In den vergangenen 24 Jahren hätte diese Strategie eine Rendite von 5.3 % p.a. erwirtschaftet. Der maximale Verlust seit einem einmal erreichten Höchststand war mit 26.9 % mehr als doppelt so hoch wie bei der Anlagestrategie «Einkommen». Auch die maximale Leidensphase von einem einmal erreichten Höchststand bis zum nächsten Wiederreichen dieses Niveaus dauerte mit fünf Jahren und sieben Monaten mehr als doppelt so lange wie bei der konservativeren Strategie «Einkommen».

  • Anlagelösung Ausgewogen Traditionell: Bank Cler - CH0329763939
  • Anlagelösung Ausgewogen Nachhaltig: Bank Cler - CH0369737710

Anleger, deren Interesse zuallererst der langfristigen Wertsteigerung gilt und die auch starke Wertschwankungen durchstehen können, sind in der aktienlastigen Anlagestrategie „Wachstum" richtig. Hier war die Rendite der letzten 24 Jahre mit 6.0 % p.a. am höchsten. Über die letzten 24 Jahre kumuliert sich damit der Unterschied zur Anlagestrategie "Einkommen" auf immerhin 44 %. Allerdings gab es in der Zwischenzeit auch Phasen, in denen man sein Vermögen vorübergehend um 40 % schrumpfen sah. Man brauchte somit gute Nerven und einen langen Atem. Die maximale Verlustphase in Bezug auf den zwischenzeitlichen Höchststand (Mai 2007 bis November 2013) dauerte schliesslich sechs Jahre und vier Monate.

  • Anlagelösung Wachstum Traditionell: Bank Cler- CH0329763947
  • Anlagelösung Wachstum Nachhaltig: Bank Cler- CH0369737744

Wir rechnen in unserem Hauptszenario für 2019 mit einer globalen Wachstumsverlangsamung Nicht auszuschliessen ist aber neben dem Eintreten eines günstigeren Szenarios mit einer weiterhin soliden Wachstumsdynamik auch der Fall eines Wachstumseinbruchs mit deutlich negativen Marktreaktionen. Wir messen dieser Möglichkeit intuitiv immerhin eine Wahrscheinlichkeit von 30 % bei. Unter solchen Umständen gilt es, angesichts temporärer Verluste nicht die Nerven zu verlieren und an der langfristigen Ausrichtung festzuhalten. Aktienlastige Anlagestrategien werden Anlegern auch in Zukunft grössere Geduld abverlangen, ihn aber langfristig dafür entschädigen. Wem diese Risikobereitschaft fehlt, sollte überprüfen, ob er die richtige Strategie gewählt hat. Wir raten deshalb allen Investoren frühzeitig zu einer persönlichen Standortbestimmung. Unsere Beraterinnen und Berater stehen dafür sehr gerne zur Verfügung.