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Zeit, über Geld zu reden.

Damit die WG nicht an Geldfragen scheitert

Dass es in WGs zwischendurch zu Streit kommt, lässt sich nicht verhindern. Anders sieht es aus beim häufigsten Streitgrund: Geld. Hier lassen sich Unstimmigkeiten mit ein paar einfachen Grundsätzen umgehen.

Einkaufen, Putzen, Kaution: Geld ist bei fast jedem möglichen WG-Problem in irgendeiner Form beteiligt. Um Streitereien vorzubeugen, sollten die finanziellen Fragen des Zusammenlebens vorgängig geklärt werden. Dabei hilft folgende Checkliste.

1. Wer mit wem

Gegensätze ziehen sich an? Darauf sollte man in einer WG nicht zählen – auch nicht in finanziellen Angelegenheiten. Es gibt nun mal Unterschiede: Für den einen sind hundert Franken ein besseres Trinkgeld, für den anderen das monatliche Budget für Essen.

Da in einer WG immer wieder gemeinschaftliche Ausgaben anfallen, führen stark unterschiedliche Lebensstandards oft zu Problemen. Ohne offenes Gespräch über die geplante finanzielle Flughöhe der WG sollte man keine gründen.

2. Ein Mitbewohner mehr: Zak

Zerknüllte Quittungen, Abrechnen per Taschenrechner, Excel-Tabellen, Streit – diese Zeiten sind vorbei: Mit Zak von der Bank Cler wird das WG-Budget über das Smartphone geführt.

Ein Gemeinschaftskonto oder weitere EC-Karten (und damit Zusatzkosten) sind nicht nötig. Sobald jeder WG-Bewohner ein Zak-Konto eröffnet hat, können alle Ausgaben mit der Funktion „gemeinsame Töpfe“ unter den WG-Bewohnern aufgeteilt werden. So bezahlt jeweils ein WG-Bewohner Miete, Nebenkosten oder Lebensmittel, die anderen bezahlen ihren Anteil über die App zurück. Wie auch immer die Abwicklung der WG-Finanzen im Detail geregelt werden soll: Zak ist das richtige Tool dafür.

Die App erleichtert nicht nur das Abrechnen, sondern ermöglicht jederzeit den Überblick über die gegenseitigen Schulden. Rückzahlungen können einfach direkt in der App gemacht werden. Die Zeit, die früher fürs Abrechnen draufging, kann für Angenehmeres genutzt werden.

3. Mietkaution: Cash is King

In der Regel sind drei Monatsmieten als Kaution zu hinterlegen – ein ziemlicher Batzen. Am sinnvollsten ist es, den Betrag durch die Zahl der Bewohner zu teilen und bei einem Wechsel auf den neuen Mieter zu übertragen. Um bösen Überraschungen bei der WG-Auflösung vorzubeugen, kann von den Ausziehenden ein kleiner Deckungsbeitrag verlangt werden.

Falls möglich sollte die Kaution selber bereitgestellt werden. Eine Mietkautionsversicherung kann als Übergangslösung in Betracht gezogen werden, langfristig eher nicht. Sie ist letztlich nur eine Art Stand-By-Kredit zu zirka fünf Prozent, der noch nicht einmal amortisiert wird. Zumal es keine wirkliche Versicherung ist, sondern ein Vorschuss, der im Schadensfall zurückbezahlt werden muss.

Da man die Kaution ein (Mieter-)Leben lang stellen muss, lohnt es sich, den Betrag mittelfristig selber aufzubringen – allenfalls über einen langfristigen und günstigen Kredit von Freunden oder Familie. Wenn das nicht möglich ist, bietet sich ein Konsumkredit an – aber nur, wenn man ihn zu einem guten Zinssatz kriegt. Denn dieser wird, anders als die Mietkautionsversicherung, zurückbezahlt. Nach Ende der Laufzeit ist man Eigentümer des Geldes – und kann die nächste Kaution von Beginn weg selber stellen.

4. Sauberkeit und Pragmatismus

Falls alle Bewohner selber putzen wollen: tiptop. Putzplan erstellen und einhalten.

Falls alle Bewohner nicht selber putzen wollen: tiptop. Putzfachkraft engagieren – legal natürlich – und gemeinsam bezahlen.

Doch was, wenn sich die einen diesen Luxus leisten wollen und die anderen nicht? Hier hilft Pragmatismus: Putzen ist eine normale Arbeit, die einen bestimmten Lohn verdient. Falls ein Vertrauensverhältnis besteht, spricht nichts dagegen, dass die einen putzen und die anderen dafür etwas mehr bezahlen. Wie die Aufteilung im Detail aussieht, ist den Beteiligten überlassen. Wichtig ist einzig, dass sie für alle stimmt.

5. Nicht jeden Rappen zwei Mal umdrehen

Natürlich sind finanzielle Belange, gerade in jungen Jahren, wichtig. In einer WG muss es finanziell fair zugehen, doch kleinere temporäre Ungleichgewichte lassen sich nie ganz verhindern. Mal bezahlt der eine etwas mehr, mal der andere – auch in einer WG muss nicht jede Ausgabe bis auf den letzten Rappen gegengerechnet werden.

Wichtig ist, die grossen finanziellen Fragen zu klären. Wenn dies für alle zufriedenstellend getan wurde, fällt es auch leichter, sich im Kleinen hin und wieder grosszügig zu zeigen. Eine Flasche Wein hier, eine Taxifahrt nach dem gemeinsamen Ausgang da: In einer WG erhalten kleine Geschenke nicht nur die Freundschaft, sondern den Haussegen.