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Veränderungen ZV Schweiz

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs ist ein Gemeinschaftsvorhaben des Schweizer Finanzplatzes. Mit der Umstellung des Zahlungsverkehrs auf den internationalen ISO-20022-Standard entstehen zukunftsfähige Grundlagen für noch einfachere und wirtschaftlichere Prozesse.

Aktuelles

Medienmitteilung SIX Interbank Clearing vom 5. Juli 2018

Allgemeines zu den Veränderungen

Der Schweizer Zahlungsverkehr kennt heute zwei Systeme (SIX Interbank Clearing und PostFinance AG), über zehn Standards und Formate im Überweisungs- und Lastschriftverfahren sowie sieben verschiedene Varianten von Einzahlungsscheinen. Diese Vielfalt will der Finanzplatz Schweiz reduzieren und nutzt die Gelegenheit, um den heutigen Zahlungsverkehr zu verändern.

Das Ziel ist, die Zahlungsverkehrsverfahren und -systeme der Banken und der PostFinance AG zu vereinfachen und sie weitgehend an die europäischen Standards anzugleichen. Der neue Zahlungsverkehr Schweiz bringt Klarheit und mehr Effizienz.

Die Veränderungen im Zahlungsverkehr Schweiz sollten bis spätestens 2020 abgeschlossen sein. Betroffen sind die Bereiche Überweisungen, Lastschrift, Einzahlungsscheine und Avisierungen.

Auch die Bank Cler wird Schritt für Schritt die erforderlichen Anpassungen an ihren Systemen vornehmen. Wir halten Sie auf unserer Website über alle Informationen und Aktivitäten auf dem Laufenden.

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Überweisungen

Die bestehenden Überweisungsverfahren der Banken (DTA) und von PostFinance (EZAG/EGA/ESR) werden mit dem ISO-20022-Standard harmonisiert. Die Zahlungsaufträge an der Kunde-Bank-Schnittstelle erfolgen neu mit der pain.001-Meldung (Customer Credit Transfer Initiation) und die Statusmeldungen mit pain.002 (Customer Payment Status Report).

  • Zahlungsaufträge (z.B. Kreditoren- und Lohnzahlungen), die mittels Filetransfer an Banken in der Schweiz übermittelt werden, werden spätestens ab Ende 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung (Customer Credit Transfer Initiation) im ISO-20022-Standard akzeptiert. Das heutige DTA-Format der Banken wird ab Ende 2018, das EZAG-Format der PostFinance AG wird ab Ende 2017 nicht mehr unterstützt.
  • Überweisungen im Kunde-Bank-Datenaustausch erfolgen im ISO-20022-Standard: Zahlungsauftrag und Statusmeldung mit pain-Meldungen; Kontoauszüge (Tagesende und Intraday) bzw. Belastungs- und Gutschriftsanzeigen mit camt-Meldungen.
  • Die pain.002-Meldung (Customer Payment Status Report) liefert Informationen über den Status der übermittelten Zahlungsaufträge und gibt Auskunft über allfällige Fehler, Warnungen oder Korrekturen.   
  • Die Finanzinstitute vereinbaren derzeit mit Kunden, die noch nicht auf ISO 20022 gewechselt haben, verbindliche Umstellungstermine bis Ende 2018. Die Einhaltung dieses Termins ist für die Marktteilnehmer wichtig, da der bisherige DTA-Standard (Datenträgeraustausch) seit 1. Juli 2018 nicht mehr zentral durch SIX unterstützt, weiterentwickelt und dokumentiert wird.
  • Sie können bei der Bank Cler ab 2017 via EBICS-Schnittstelle Ihre Zahlungen im ISO-20022-Format erteilen.
  • Für Zahlungsaufträge im DTA-Format gilt schweizweit die Regel, dass diese noch bis 2018 abgenommen werden. Kontaktieren Sie Ihren Kundenberater, wenn Sie dazu Fragen haben.

Lastschrift

Der Finanzplatz Schweiz kennt heute sechs Lastschriftverfahren:
LSV+/BDD der Banken in CHF und EUR, Debit Direct bzw. CH-DD-Lastschrift der PostFinance AG in CHF und EUR sowie die SEPA-Basis- und Firmenlastschrift in EUR.

Ablaufplanung für Lastschrift

  • Lastschrifteinzüge sollen mit der pain.008-Meldung gemäss ISO-20022-Standard übermittelt werden können.
  • Debit Direct (PostFinance) und LSV+/BDD (Banken) sollen mit der E-Rechnung kombiniert werden.
  • Die Funktionalitäten der E-Rechnung sollen optimiert und erweitert werden.
  • LSV+/BDD-Lastschrifteinzüge können den Banken weiterhin im bestehenden Format TA875 eingeliefert werden. Es wurde für dieses Format noch kein Enddatum beschlossen.
  • Lastschrifteinzüge (LSV+/BDD) nehmen wir weiterhin im Format TA875 entgegen.

Einzahlungsscheine / QR-Rechnung

Der Finanzplatz Schweiz kennt heute folgende Einzahlungsscheine: oranger Einzahlungsschein (ESR) in CHF der Banken, oranger Einzahlungsschein (ESR) in CHF oder EUR der PostFinance AG, roter Einzahlungsschein (ES) in CHF der Banken, roter Einzahlungsschein (ES) in CHF oder EUR der PostFinance AG. Diese Belege werden in einer neuen QR-Rechnung zusammengeführt.

Ablaufplanung für Einzahlungsscheine

  • Der orange und der rote Einzahlungsschein werden zu einem Beleg verschmolzen.
  • Die Kontonummer wird durch die IBAN ersetzt.
  • Anstelle der Codierzeile wird ein Datencode (QR – Quick Reference) abgedruckt.
  • Während der gesamten Übergangsphase ist die parallele Nutzung der gängigen Einzahlungsscheine und des neuen Einzahlungsscheins möglich. Die genaue Dauer des Parallelbetriebs im Kunde-Bank-Datenaustausch kann jedes Finanzinstitut nach seinen bzw. nach den Bedürfnissen seiner Kunden individuell festlegen.
  • Die Druckereien werden zentral durch die Arbeitsgruppen des Finanzplatzes Schweiz über die Vorgaben (Masse, Farbwerte etc.) für den neuen Einzahlungsschein mit Datencode informiert.
  • Beim Kauf eines Lesegerätes für Einzahlungsscheine soll auf die QR-Code-Unterstützung geachtet werden.
  • Die Bank Cler wird die Entwicklung eng verfolgen und zum entsprechenden Einführungszeitpunkt die Verarbeitung der neuen QR-Rechnung sicherstellen.

Die QR-Rechnung kommt ab 30. Juni 2020:
Erfahren Sie mehr im Video

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Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

  • Vereinfachte Rechnungsverarbeitung
    Ein QR-Code für alle Zahlungsarten und Zahlungsreferenzen. Einfache und sichere Erfassung der Zahlungsdaten im Swiss QR Code durch Lesegeräte und Smartphones.
  • Alle Zahlungsinformationen integriert im Swiss QR Code
    Erhöhung der Automatisierung beim Kreditorenprozess. Verbesserte Datenqualität dank mehr und präziseren Informationen in standardisierter Form
  • Weniger Fehler beim Einlesen
    Die Möglichkeit, alle zahlungsrelevanten Daten aus dem Swiss QR Code zu scannen, bietet eine effizientere Zahlungsabwicklung.
  • Spart Zeit und Geld, weil weniger manueller Aufwand
    Dank durchgehend automatisierter Zahlungsreferenzen vom Auftraggeber bis zum Empfänger.
  • Digital und per Papier
    Die QR-Rechnung unterstützt beides: digitale Zahlungen und Zahlungen auf dem Postweg oder am Postschalter.
  • Rechnungsstellung in Franken und Euro
  • Vereinfachter Zahlungsabgleich, weniger manueller Aufwand
  • Elektronische Übermittlung von allen Zahlungsinformationen
  • Früh genug budgetieren und Projekt starten
  • Sind Ihre Lesegeräte oder Scanningplattformen kompatibel? Stellen Sie sicher, dass Ihre Hard- und Software QR-Codes lesen und verarbeiten können.

Avisierungen (Reporting)

Für die regelmässige Kontoabstimmung sind aktuelle Kontostände und Anzeigen der Bewegungen unerlässlich. Für diese Konto- bzw. Buchungsinformationen werden künftig camt-Meldungen gemäss ISO-20022-Standard verwendet (camt steht für Cash Management).

Ablaufplanung für Avisierungen

  • Kontoauszüge werden als camt.053-Meldung ausgeliefert, auf Wunsch mit oder ohne Details.
  • Die Auslieferung der Zahlungseingänge mit dem neuen «Einzahlungsschein mit Datencode» und aus Lastschrifteinzügen (LSV+/BDD) erfolgt im ISO-20022-Standard (camt.053 mit Details / LSV). Zusätzlich zur ESR-Referenznummer oder zur Mitteilung erhält der/die Begünstigte in der camt-Meldung den Namen des Zahlers mitgeteilt. Die Identifikation und die Zuordnung in der Buchhaltung werden dadurch im Vergleich zur heutigen ESR-Gutschriftsdatei optimiert.
  • Zahlungseingänge aus roten Einzahlungsscheinen (ES), z.B. aus Bareinzahlungen am Postschalter, werden im ISO-20022-Standard (camt.053 mit Details) avisiert. Damit werden die heutigen Avisierungen mit Belegbildern bis spätestens 2020 durch strukturierte Angaben abgelöst.
  • Es werden vom Finanzplatz keine Einführungsdaten für camt-Meldungen im Kunde-Bank-Datenaustausch vorgegeben. Der Bezug von camt-Meldungen ist mit der jeweiligen Hausbank zu klären.
  • Zahlungseingänge aus orangen Einzahlungsscheinen (ESR) sowie Lastschrifteinzüge (LSV+/BDD) mittels ESR-Gutschriftenrecord Typ 3 werden bis Mitte 2020 unterstützt.
  • Ab 2017 können Sie den MT940 über den EBICS-Kanal auch als camt.053 erhalten.
  • Sie können standardmässig den Kontoauszug mit oder ohne Detailangaben beziehen. Wird der «Kontoauszug mit Details» gewählt, dann sind sämtliche Detailangaben der Ein-/Ausgänge in der camt.053-Meldung enthalten.
  • Der SWIFT-MT940-Kontoauszug, die elektronischen Bankbelege im PDF-Format sowie die Papieravisierungen (Kontoauszug, Belastungs- und Gutschriftanzeigen) sind von den Veränderungen im Zahlungsverkehr Schweiz nicht betroffen und bleiben unverändert bestehen.