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Bank Cler Swiss Income Monitor (BCSIM)

Über Geld spricht man nicht. Dieses Tabu gilt in der Schweiz vor allem für Löhne und Einkommen. Kaum jemand weiss, wo sie oder er mit ihrem oder seinem Einkommen im schweizweiten Vergleich steht. Wie sehen die kantonalen Unterschiede aus? Wie haben sich die Einkommen der Unter-, Mittel- und Oberschicht in den letzten Jahren verändert? Geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf? Wie hat sich die Wirtschaftskrise aus dem Jahr 2008 auf die Schweizer Einkommensentwicklung ausgewirkt?

Bank Cler Swiss Income Monitor
Wir haben genauer hingeschaut und all diese Informationen für Sie im neuen BCSIM gesammelt. Zusammen mit dem Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics haben wir die Einkommensverteilung der Schweiz und der Kantone für die Jahre 2007 bis 2016 analysiert. Die Informationen von 2016 sind die aktuellsten Daten, die von der Eidgenössischen Steuerverwaltung derzeit zur Verfügung stehen. Dabei haben wir uns jeweils auf das Reineinkommen des Haushalts abgestützt, d.h. bei Doppelverdienern ist das Haushaltseinkommen somit das gemeinsam verdiente Geld. Die wichtigsten Begriffe sind am Ende in einem Glossar erklärt.

Wir haben uns somit mit der Vergangenheit auseinandergesetzt und nicht mit der Gegenwart, auch wenn wir diese gerne mitberücksichtigt hätten. Die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise 2020 auf Wirtschaft und Gesellschaft ist enorm und tangiert fast alle Lebensbereiche. BAK Economics geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung zwischen April und Juni im zwei- stelligen Prozentbereich einbricht. Für das Gesamtjahr 2020 wird ein Rückgang des Schweizer BIP von -5.8% erwartet. Falls es Misserfolge bei der Eindämmung des Virus gibt und die Schutzmassnahmen im dritten Quartal wieder verschärft werden müssen, sind BIP-Verluste im zweistelligen Prozentbereich wahrscheinlich (-12.4%).

Der Einbruch wirkt sich auch auf die Einkommen der Schweizer Haushalte aus. Für 2020 ist bereits heute klar: Hier wird die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen. Da die aktuellsten Zahlen der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus dem Jahr 2016 sind, werden wir das jedoch erst in rund 4 Jahren aus den Steuerstatistiken erfahren.


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1 Summary

Einkommensentwicklung – Steigende Einkommen in der Schweiz

In der Schweiz sind die Einkommen zwischen 2007 und 2016 spürbar gestiegen. Dies gilt sowohl für das Durchschnittseinkommen wie auch für das Medianeinkommen. Der durchschnittliche Haushalt konnte somit von der positiven Wirtschaftsentwicklung profitieren. Das mittlere Reineinkommen (Median) der Schweizer Haushalte betrug 2007 rund 52'400 CHF. Zwischen 2007 und 2016 ist dieses um 3'300 CHF angestiegen (+6.7% total, +0.7% pro Jahr). Das mittlere Reineinkommen ist im steuergünstigen Kanton Zug am höchsten und liegt dort bei 65'000 CHF. Als nächstes folgen im Ranking die Kantone Basel-Landschaft (59'400 CHF) und Zürich (58'000 CHF). Im Tessin (44'300 CHF) und im Wallis (41'200 CHF) zeigen sich die geringsten mittleren Reineinkommen.

Einkommensverteilung – Grosse Unterschiede beim kantonalen Vergleich

Insgesamt ist die Verteilung der Einkommen in der Schweiz im Vergleich mit anderen Ländern ausgeglichen. In den Jahren 2007 bis 2016 hat sich gleichwohl eine leichte Spreizung der Schweizer Einkommen ergeben, vor allem bei den untersten und obersten 10% der Haushalte. 10% der Steuerpflichtigen verdienten im Jahr 2016 mehr als 127'800 CHF, 50% der Steuerpflichtigen verdienten mehr als 52'400 CHF. Die untersten 10% der Steuerpflichtigen verdienen im Kanton Nidwalden (12'600 CHF) am meisten und mehr als doppelt so viel wie in der gesamten Schweiz (5'300 CHF). Die Einkommen der obersten 10% der steuerpflichtigen Haushalte reicht von mindestens 104'200 CHF im Kanton Wallis bis mindestens 185'200 CHF im Kanton Zug (Schweiz: 127'800 CHF).

Die Entwicklung der Verteilung – Die Schweiz trotzt der Wirtschaftskrise 2008

Die Einkommensverteilung war in der Schweiz und auch in den Schweizer Kantonen im Beobachtungszeitraum relativ konstant. Auch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat sich nicht spürbar auf die Verteilung der Einkommen ausgewirkt. Die Kantone mit der ausgeglichensten Verteilung der Einkommen sind gemäss Gini-Koeffizient Uri, Aargau und Glarus. Eine relativ ungleiche Einkommensverteilung zeigt sich in Zug, Schwyz und Genf. Insgesamt wurde die Ungleichheit der Einkommensverteilung leicht stärker und somit die Schere zwischen Arm und Reich leicht grösser. Der Anteil der Mittelschicht am Gesamteinkommen lag im Jahr 2016 bei 27.2% und damit um 0.7%-Punkte tiefer als noch im Jahr 2007. Profitiert hat dagegen die Unterschicht, deren Anteil am Einkommen um 0.7% gestiegen ist. Der Anteil der Oberschicht ist konstant geblieben. Die Mittelschicht nimmt am Wohlstand des Landes über die Zeit weniger teil.

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2 Einkommensentwicklung

Das Einkommen eines Haushaltes umfasst mehr als nur Löhne. Zum Haushaltseinkommen können ebenso Renten, Mieteinnahmen und andere Kapitalerträge gehören. In der Schweiz wird das Einkommen von Haushalten und Personen von verschiedenen Statistiken erhoben. Im BCSIM werden die Reineinkommen der Steuerstatistik betrachtet. Das Reineinkommen ergibt sich, wenn man vom steuerpflichtigen Bruttoeinkommen (Löhne, Renten, erhaltene Alimente sowie Kapital- und Mieterträge) die steuerlich relevanten Aufwendungen (ausserordentliche Sozialversicherungsbeiträge, gegebene Alimente, Einzahlung 3. Säule und Schuldzinsen (z.B. Hypothekarzinsen)) und die allgemeinen Abzüge, wie z. B. Krankheitskosten, Aus- und Weiterbildungen, abzieht.

Steigende Einkommen in der Schweiz

Wie viel «verdient» eigentlich ein Schweizer Haushalt im Durchschnitt? Im Jahr 2016 knapp 68'000 CHF. Zwischen 2007 und 2016 stieg das durchschnittliche Reineinkommen um knapp 4'800 CHF an; das entspricht einer Erhöhung von insgesamt 7.6%. Betrachtet man die einzelnen Jahre, so zeigt sich die Auswirkung der Finanzkrise lediglich in einer Abschwächung der Wachstumsdynamik in den Jahren 2009 und 2010. Das Schweizer Durchschnittseinkommen ist in allen Jahren ausser 2012 und 2015 angestiegen.

Einkommensentwicklung

Reineinkommen in CHF, Wachstumsrate in %; Quelle: ESTV, BAK Economics

Das Durchschnittseinkommen ist allerdings häufig verzerrt durch einzelne Spitzenverdiener. Will man wissen, was ein «Normalbürger» verdient, so betrachtet man besser das «mittlere Einkommen», den Median. Das mittlere Einkommen betrug 2007 rund 52'400 CHF. Zwischen 2007 und 2016 ist dieses mittlere Einkommen um 3'300 CHF angestiegen (+6.7%). Während der beobachteten Periode kam es in keinem Jahr zu einem Rückgang des Median-Einkommens. Im Jahr 2008 sind noch hohe Wachstumsraten zu verzeichnen, diese haben sich in den Jahren danach aber deutlich abgeschwächt. Auch hier zeigen sich die Auswirkungen der Finanzkrise in einer abgeschwächten Dynamik.

Generell kann man festhalten, dass sowohl das Durchschnittseinkommen wie auch das Median-Einkommen in der Schweiz zwischen 2007 und 2016 spürbar und in ähnlichem Umfang angestiegen sind (mit +0.8% bzw. +0.7% pro Jahr).


Entwicklung des Medianeinkommens

Medianreineinkommen in 1'000 CHF; Quelle: ESTV, BAK Economics


Steuergünstiger Kanton Zug zeigt die höchsten Einkommen – Kanton Obwalden holt am stärksten auf

In welchen Kantonen sind die Einwohner finanziell gut gestellt? Und wo müssen sie sich mit weniger zufrieden geben? Betrachtet man die einzelnen Kantone, so liegen die steuergünstigen Kantone Zug, Schwyz und Nidwalden an der Spitze des Rankings der Durchschnittseinkommen. Der Kanton Zug zeigt mit gut 104'000 CHF das höchste kantonale Durchschnittseinkommen im Jahr 2016. Damit liegt Zug mehr als 35'000 CHF höher als der Gesamtschweizer Durchschnitt. Zudem ist Zug der einzige Kanton mit einem Durchschnittseinkommen von mehr als 100'000 CHF. Nach Zug folgen die Kantone Schwyz (95'400 CHF), Nidwalden (82'000 CHF), Zürich (77'200 CHF) und Genf (76'600 CHF), wobei Zürich und Genf nicht zu den steuergünstigsten Kantonen zählen. In diesen Kantonen liegen die hohen Einkommen unter anderem in der Branchenstruktur mit einem ausgesprochen grossen Finanzsektor begründet, welcher mit hohen Löhnen und grossen Boni die Einkommen nach oben treibt. Im Kanton Zürich sind zudem viele Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfer niedergelassen. Auch in dieser Branche sind die Einkommen überdurchschnittlich hoch. In Genf sind neben den Banken auch einige internationale Organisationen ansässig, deren Angestellte meist international sehr kompetitive Einkommen haben und in einigen Fällen auch keine Einkommenssteuern bezahlen. Am unteren Ende des Rankings befinden sich die Kantone Jura und Wallis mit einem Durchschnittseinkommen von 53'000 CHF und 50'500 CHF. Auch in diesen Kantonen lässt sich das vergleichsweise tiefe Einkommensniveau unter anderem mit der Branchenstruktur erklären. In beiden Kantonen sind die Hochlohnbranchen untervertreten und die Wirtschaftsbereiche mit eher tieferen Einkommen dafür relativ stark. Im Kanton Wallis sind beispielsweise fast 10% der Beschäftigten im Gastgewerbe tätig, während dieser Anteil im Schweizer Durchschnitt bei lediglich 4.5% liegt. Auch im Kanton Jura ist ein grosser Anteil der Beschäftigung in Branchen mit niedrigeren Einkommen tätig. 35% der Beschäftigung sind im verarbeitenden Gewerbe des Kantons angesiedelt. Betrachtet man die ganze Schweiz, arbeiten nur 15% aller Beschäftigten in diesem Sektor. In drei Kantonen ist das Durchschnittseinkommen zwischen 2007 und 2016 um mehr als 15% gestiegen: Im Kanton Obwalden um knapp 19%, in Basel-Stadt um knapp 16% und in Uri um gut 15% (Schweiz: +7.6%). Dagegen war das Durchschnittseinkommen in Genf sogar leicht rückläufig (-1.7%).

Um die Verzerrung durch einzelne Spitzenverdiener auszublenden (die den Mittelwert vor allem in kleineren Kantonen stark beeinflussen können), wird auch noch das Median-Einkommen betrachtet. Das Medianeinkommen ist ebenfalls im steuergünstigen Kanton Zug am höchsten und liegt dort im Jahr 2016 bei 65'000 CHF. Als nächstes folgen im Ranking die Kantone Basel-Landschaft (59'400 CHF) und Zürich (58'000 CHF). Im Tessin (44'300 CHF) und im Wallis (41'200 CHF) zeigen sich die geringsten Medianeinkommen. Im Kanton Tessin ist die enge Verflechtung mit dem Grossraum Mailand unter anderem ein Einflussfaktor für die vergleichsweise tiefen Einkommen. Mit der Nähe zum Euroraum ist der Druck auf die Preise und somit die Einkommen wesentlich höher als im Schweizer Durchschnitt. Mehr als 25% der Beschäftigten im Kanton Tessin sind Grenzgänger, die deutlich tiefere Lohnansprüche haben dürften als die Schweizer Arbeitnehmer. In vier Kantonen ist der Median über die Beobachtungszeit zweistellig gewachsen: In Obwalden um 16%, in Uri um 12% und in Schwyz und Thurgau um je 10% (Schweiz: +6.7%). Der Kanton Obwalden konnte also sowohl bei den Durchschnittseinkommen wie auch bei den Medianeinkommen am stärksten aufholen. In zwei Kantonen ist das Medianeinkommen im Beobachtungszeitraum gesunken: im Kanton Tessin (-0.4%) und - wie auch beim Durchschnittseinkommen - im Kanton Genf (-4.6%).

Fazit Einkommensentwicklung

In der Schweiz sind die Einkommen zwischen 2007 und 2016 spürbar gestiegen. Dies gilt sowohl für das Durchschnittseinkommen wie auch für das Medianeinkommen. Der durchschnittliche Haushalt konnte somit von der Wirtschaftsentwicklung profitieren. Von den Schweizer Kantonen zeigt der Kanton Zug das höchste Durchschnitts- und Medianeinkommen. Am anderen Ende des Rankings steht das Wallis mit den geringsten Einkommen (sowohl Durchschnitts- als auch Medianeinkommen). Der Kanton Obwalden konnte sowohl bei den Durchschnittseinkommen wie auch bei den Medianeinkommen am stärksten aufholen. Im Kanton Genf waren die Einkommen über den Beobachtungszeitraum rückläufig.

 

3 Einkommensverteilung

Wie sind die Reineinkommen in der Schweiz verteilt? Die folgende Grafik zeigt alle Einkommen der Schweizer Haushalte in Perzentile. Diese unterteilen einen nach der Grösse geordneten Datensatz in hundert Teile. Die Einkommensverteilung umfasst das gesamte Einkommensspektrum (von den niedrigsten bis zu den höchsten) einer Bevölkerung.

Einkommensverteilung Schweiz

Reineinkommen Haushalte Schweiz 2016, in 1'000 CHF; Quelle: ESTV, BAK Economics

10% der Steuerpflichtigen verdienen mehr als 127'800 CHF – 50% der Steuerpflichtigen verdienen weniger als 52'400 CHF

Die Grafik wird folgendermassen interpretiert: Das 10. Perzentil (dargestellt durch die 10. Säule von links) gibt beispielsweise die Einkommenshöhe an, die von 10% der Steuerpflichtigen nicht überschritten wird. Das 50. Perzentil entspricht dem Median-Einkommen.

In der Schweiz haben im Jahr 2016 die unteren 10% der steuerpflichtigen Haushalte ein Einkommen von 5'300 CHF nicht überschritten. Dies umfasst hauptsächlich volljährige Schüler, Lehrlinge und Studenten, die noch von ihren Eltern unterstützt werden. Die oberen 10% der Steuerpflichtigen hingegen hatten ein Jahreseinkommen von mehr als 127'800 CHF. Wie bereits das Median-Einkommen zeigt, hat die Hälfte aller Steuerpflichtigen in der Schweiz 2016 ein Reineinkommen von mehr als 52'400 CHF.

Vergrößert sich der Unterschied zwischen den einzelnen Perzentilen, spricht man von zunehmender Einkommensspreizung, verkleinert er sich, spricht man von Einkommenskompression. In der Schweiz zeigt sich zwischen 2007 und 2016 eine leichte Einkommensspreizung, vor allem betroffen sind die untersten und obersten 10% der Steuerpflichtigen.

Die untersten 10% der Steuerpflichtigen verdienen im Kanton Nidwalden am meisten und mehr als doppelt so viel wie in der gesamten Schweiz

Wie sieht die Verteilung der Einkommen in den Kantonen aus? Die höchsten Einkommen der untersten 10% zeigt im Jahr 2016 der Kanton Nidwalden. Dort verdienen die unteren 10% maximal ein Einkommen von 12'600 CHF. Dieses ist damit mehr als doppelt so hoch wie in der Schweiz. Auch in den Kantonen Uri (11'200 CHF), Aargau (10'400 CHF) und Appenzell Innerrhoden (10'100 CHF) hatten die unteren 10% der Steuerpflichtigen ein Einkommen von mehr als 10'000 CHF. In den Kantonen Wallis und Genf lag das Maximaleinkommen der unteren 10% hingegen lediglich bei 1'700 CHF bzw. 700 CHF und damit im kantonalen Vergleich am tiefsten. Ausser der Branchenstruktur ist auch ein hoher Anteil volljähriger Auszubildende oder Studierende mit Ferien- oder Teilzeitjobs ein möglicher Grund für diese tieferen Einkommen.

Die Reineinkommen der obersten 10% der steuerpflichtigen Haushalte reicht im Jahr 2016 von mindestens 104'200 CHF im Kanton Wallis bis mindestens 185'200 CHF im Kanton Zug (Schweiz: 127'800 CHF). Damit lag dieser Wert in der ganzen Schweiz bei über 100'000 CHF. Wie bereits das Median-Einkommen zeigte, hat die Hälfte aller Steuerpflichtigen im Kanton Zug ein Einkommen von mehr als 65'000 CHF, womit Zug auch bei diesem Wert an der Spitze des Rankings liegt. Umgekehrt verdient im Kanton Wallis die Hälfte aller Steuerpflichtigen weniger als 41'200 CHF, im Kanton Tessin weniger als 44'300 CHF.

10% der Steuerpflichtigen verdienen mehr als ein Drittel des Gesamteinkommens der Schweiz

Betrachtet man bei der Einkommensverteilung nicht die Einkommensgrenzen, sondern die Anteile am Gesamteinkommen, so verdienten im Jahr 2016 die untersten 10% der Steuerpflichtigen rund 0.3% des Gesamteinkommens. 50% aller Steuerpflichtigen war lediglich für gut 17% des gesamten Einkommens verantwortlich. 90% der Steuerpflichtigen erhielt 59% des Einkommens. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass mehr als ein Drittel (41%) des Gesamteinkommens von den obersten 10% der Steuerpflichtigen generiert wurde.

Anteil der obersten 10% am Gesamteinkommen reicht von einem Drittel im Kanton Uri bis zu 50% im Kanton Schwyz

Kantonal betrachtet verdienten im Jahr 2016 die untersten 10% der steuerpflichtigen Haushalte im Kanton Uri mit 0.9% des Gesamteinkommens anteilsmässig am meisten. Danach folgen die Kantone Glarus und Aargau mit einem Anteil der unteren 10% am Gesamteinkommen von 0.7%. In den Kantonen Jura, Neuenburg, Tessin, Wallis und Genf zeigen sich die geringsten Anteile der unteren 10% am Gesamteinkommen mit 0.1% und weniger.

Die Hälfte aller steuerpflichtigen Haushalte war im Kanton Uri für knapp 23% des gesamten Einkommens verantwortlich und damit für so viel wie in keinem anderen Kanton. In Genf zeigt sich wiederum der geringste Anteil mit lediglich rund 11%.

90% der steuerpflichtigen Haushalte erhielten wiederum in Uri den höchsten Anteil am Gesamteinkommen (gut 70%) und in Schwyz den niedrigsten (knapp 45%). Im Umkehrschluss bedeutet das, dass in Uri 30% des Gesamteinkommens von den obersten 10% der Haushalte generiert wurde, in Schwyz dagegen hohe 55%.

Die Einkommensverteilung der Schweiz im Überblick

Der Gini-Koeffizient ist die bekannteste Kenngrösse, welche die Einkommensverteilung anhand einer einzigen Zahl misst. Er nimmt Werte zwischen 0 und 1 an. Dabei bedeutet 1 höchste Ungleichheit: Ein einziger Haushalt hat das gesamte Einkommen eines Landes und die restlichen Haushalte nichts. Der niedrigste Wert ist 0 und bedeutet totale Gleichheit: Jeder Haushalt in einem Land hat genau das gleiche Einkommen. Je tiefer also der Gini-Koeffizient, desto gleichmässiger ist das Einkommen verteilt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über den Gini pro Kanton.

Schweizerkarte Gini

Quelle: ESTV, BAK Economics

Ausgeglichene Einkommensverteilung in der Schweiz im internationalen Vergleich

Die Verteilung der Einkommen in der Schweiz ist im internationalen Vergleich relativ ausgeglichen. Lediglich Norwegen, Österreich und Deutschland zeigen einen tieferen Gini-Koeffizienten als die Schweiz. Viele andere Länder haben dagegen eine wesentlich ungleichere Einkommensverteilung als die Schweiz. Der Gini-Koeffizient der Weltbank basiert auf einer anderen Einkommensdefinition als dem Reineinkommen der Steuerhaushalte. Deshalb weichen die Zahlen für die Schweiz im nachfolgenden Abschnitt davon ab.

Gini-Koeffizient international

2016; Quelle: Weltbank, BAK Economics

Überblick Kennzahlen

Quelle: ESTV, BAK Economics

Fazit Einkommensverteilung

Insgesamt ist die Verteilung der Einkommen in der Schweiz im Vergleich mit anderen Ländern ausgeglichen. In den Jahren 2007 bis 2016 hat sich gleichwohl eine leichte Spreizung der Schweizer Einkommen ergeben, vor allem bei den untersten und obersten 10% der Haushalte. Im Jahr 2016 war die Hälfte aller steuerpflichtigen Haushalte der Schweiz für lediglich 17% des gesamten Einkommens verantwortlich. Die obersten 10% generierten 41% des Gesamteinkommens. Bei der kantonalen Betrachtung zeigte sich die Hälfte aller steuerpflichtigen Haushalte im Kanton Uri für knapp 23% des gesamten Einkommens verantwortlich und damit für so viel wie in keinem anderen Kanton. Die obersten 10% hatten in Uri mit knapp 30% des Gesamteinkommens den geringsten Anteil aller Kantone, in Schwyz mit 55% den höchsten.

 

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4 Entwicklung der Verteilung

Wie hat sich die Einkommensverteilung über die letzten Jahre in der Schweiz und den Kantonen entwickelt? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben Interessantes festgestellt.

Gesamthaft stabile Einkommensverteilung in der Schweiz über die Zeit – auch in den Kantonen

Die Einkommensverteilung war in der Schweiz im Beobachtungszeitraum relativ konstant. Im Jahr 2016 hatte der Gini-Koeffizient der Reineinkommen einen Wert von 0.48, im Vergleich zum Jahr 2007 (0.47) ist der Gini-Koeffizient damit praktisch stabil geblieben. Der Gini-Koeffizient hat in der Schweiz in den Jahren 2009, 2012 und 2016 abgenommen, in den übrigen Jahren zugenommen. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat sich demnach nicht spürbar auf die Verteilung der Einkommen in der Schweiz ausgewirkt. Auch wenn sich die Verteilung insgesamt kaum verändert hat, so gibt es doch einzelne interessante Aspekte in der Entwicklung der Einkommensverteilung über den Beobachtungszeitraum.

Gini-Koeffizient und Quartilsquotient

Quelle: BAK Economics

Die Kantone mit der ausgeglichensten Verteilung der Einkommen sind Uri, Aargau und Glarus mit Gini-Werten zwischen 0.39 und 0.41 (Schweiz: 0.48). Eine relativ ungleichmässige Einkommensverteilung zeigt sich in Zug, Schwyz und Genf. Was alle Kantone und die Schweiz jedoch gemeinsam haben, ist, dass sich die Verteilung der Einkommen im Beobachtungszeitraum insgesamt sehr wenig verändert hat. Die leichten Veränderungen, die zu beobachten waren, zeigen jedoch mehrheitlich in eine Richtung: Die Verteilung wird geringfügig ungleicher. Lediglich in zehn Kantonen hat sich der Gini leicht reduziert, so dass die Entwicklung auf eine Verkleinerung der Ungleichheit hindeutet.

Schweizerkarte «Veränderung des Indikators in %» (Gini, Median)

Quelle: ESTV, BAK Economics

Schere zwischen Arm und Reich hat sich leicht vergrössert

Der Quartilsquotient gibt das Verhältnis der Einkommen der untersten 25% zu den obersten 25% an. Auch der Quartilsquotient nimmt Werte zwischen 0 und 1 an; allerdings ist die Bedeutung im Vergleich zum Gini-Koeffizienten umgekehrt: Je grösser das Verhältnis, desto gleicher ist die Verteilung zwischen den Quartilen (Viertelwerten). In der Schweiz haben im Jahr 2016 25% der ärmsten Haushalte ein Einkommen von 25'700 CHF nicht überschritten. Bei den reichsten 25% der Haushalte lag die untere Einkommensgrenze bei 84'900 CHF. Dies führt zu einem Quartilsquotient von 0.303. Der Quartilsquotient ist seit 2007 in der Schweiz rückläufig, im Jahr 2007 lag er noch bei 0.322. Die Ungleichverteilung hat gemäss Quartilsquotient im Beobachtungszeitraum also leicht zugenommen.

Genf und Tessin zeigen grösste Zunahme der Ungleichverteilung

In den Kantonen Zug (34'900 CHF), Aargau (33'700 CHF) und Nidwalden (33'200 CHF) lag das Einkommen der ärmsten 25% am höchsten, die geringsten Einkommen der ärmsten 25% zeigen sich in den Kantonen Tessin (19'100 CHF), Genf (17'000 CHF) und Wallis (9'500 CHF). Bei den reichsten 25% der Haushalte war die untere Einkommensgrenze mit 70'800 CHF im Kanton Wallis am geringsten und mit 111'000 CHF im Kanton Zug am grössten. Der höchste Quartilsquotient von 0.391 ergibt sich für den Kanton Uri und der niedrigste Quartilsquotient für den Kanton Wallis mit 0.134. Die Verteilung der Einkommen ist also im Kanton Uri am stärksten ausgeglichen. Im Kanton Wallis zeigt sich somit die ungleichmässigste Verteilung.
In 20 von 26 Kantonen war der Quartilsquotient seit 2007 rückläufig. Die Ungleichverteilung der Einkommen hat im Beobachtungszeitraum also tendenziell zugenommen. In Genf und im Tessin war diese Zunahme der Ungleichverteilung am stärksten, dort war der Quartilsquotient um 8 bzw. 5 %-Punkte rückläufig. In einigen Kantonen hat sich jedoch die Verteilung der Einkommen stärker ausgeglichen. Im Wallis (+ 1.5%-Punkte), in Obwalden (+ 2.6%-Punkte) und Graubünden (+ 2.9%-Punkte) zeigt sich dies anhand einer Zunahme des Quartilsquotienten am deutlichsten.

Einkommensschwelle zur Mittelschicht um rund 7% angestiegen – Anstieg auch in fast allen Kantonen

Da sich Menschen gerne miteinander vergleichen und sich dabei auch gegenseitig in soziale Gruppen einteilen, sind einfache Kategorisierungen beliebt. Gemäss einer gängigen Definition gehört zur Mittelschicht, wer ein Einkommen von 70% bis 150% des Median-Einkommens aufweist. Einkommen unter 70% des Medianeinkommens zählen zur Unterschicht, Einkommen über 150% des Median-Einkommens zur Oberschicht.

Ab einem Reineinkommen von 36'680 CHF im Jahr gehörte man 2016 demgemäss zur Schweizer Mittelschicht. Das bedeutet, dass rund 35% der Haushalte im Jahr 2016 zur Unterschicht gehörten. Am anderen Ende der Verteilung gehören diejenigen Haushalte zur Oberschicht, die ein Reineinkommen von mehr als 78'600 CHF aufweisen. Dies umfasst rund 28% der Haushalte. Die Mittelschicht besteht aus den restlichen 37% der Haushalte. Betrachtet man die Entwicklung seit dem Jahr 2007, so ist die Einkommensschwelle zur Mittelschicht um 6.7% gestiegen.

Im Kanton Zug gehörte man 2016 erst ab einem Einkommen von 45'500 CHF zur Mittelschicht. Dies war die höchste kantonale Untergrenze der Mittelschicht. Ebenfalls eine Untergrenze von über 40'000 CHF ergab sich in den Kantonen Basel-Landschaft, Zürich, Aargau, Schwyz und Nidwalden. Das bedeutet, dass in Zug und Zürich rund 35% der Haushalte zur Unterschicht gehörten, in Schwyz 34%, in Nidwalden und Baselland rund 33% und in Aargau 31%. Am anderen Ende der Verteilung gehören im Kanton Zug diejenigen Haushalte zur Oberschicht, die ein verfügbares Einkommen von mehr als 97'500 CHF aufweisen, in Nidwalden von mehr als 86'250 CHF. So umfasst die Oberschicht rund 30% der Haushalte in Zug, 29% in Schwyz, 28% in Basel-Landschaft und Zürich, 27% im Aargau und in Nidwalden. Die Mittelschicht besteht somit im Kanton Aargau aus 42% der Haushalte, im Kanton Nidwalden aus 40%, im Kanton Basel-Landschaft aus 39%, in den Kantonen Zürich und Schwyz aus 37% und im Kanton Zug aus 35%.

Betrachtet man die Entwicklung seit dem Jahr 2007, so ist die Einkommensschwelle der Mittelschicht in allen Kantonen gestiegen - ausser im Tessin (-0.4%) und in Genf (-4.6%). Die höchsten Wachstumsraten zeigen Obwalden, Uri, Schwyz und Thurgau.

Anteil der Unterschicht am Gesamteinkommen in der Schweiz zu Lasten der Mittelschicht gestiegen

Der Anteil der Mittelschicht am Gesamteinkommen lag im Jahr 2016 bei 27.2% und damit um 0.7%-Punkte tiefer als noch im Jahr 2007. Profitiert hat dagegen die Unterschicht, deren Anteil um 0.7% gestiegen ist. Der Anteil der Oberschicht ist konstant geblieben. Die Mittelschicht kann also am Wohlstand des Landes über die Zeit weniger teilhaben.

Unterteilt man die Schweizer Haushalte nicht in Unter-, Mittel- und Oberschicht, sondern anhand der Quartile in vier gleich grosse Gruppen, ergibt sich für die Schweiz folgende Grafik:

Einkommensschichten der Schweiz

Quelle: BAK Economics

Der Anteil der Haushalte mit den tiefsten 25% (P0-P25) der Einkommen am Gesamteinkommen belief sich 2016 auf 3.5%. Die Haushalte mit den höchsten 25% (P75-P100) der Einkommen hatten einen Anteil am Gesamteinkommen von 61.7%. Die mittleren 50% (P25-P75) der Haushalte erhielten 34.8% des Gesamteinkommens.

Der Anteil der tiefsten 25% (P0-P25) der Einkommen am Gesamteinkommen zeigte sich im Kanton Uri am höchsten und belief sich dort 2016 auf 6%. Auch der Anteil der mittleren 50% (P25-P75) der Haushalte war in Uri am höchsten, dort erhielten diese 44.2% des Gesamteinkommens. Folglich zeigten sich die Haushalte mit den höchsten 25% (P75-P100) der Einkommen in Uri mit dem geringsten Anteil am Gesamteinkommen (51.5%). In den Kantonen Genf, Schwyz und Zug gab es die höchsten Anteile der mittleren und hohen Einkommen.

Die Entwicklung des Anteils der tiefen Einkommen am Gesamteinkommen zeigt sich in den Kantonen sehr unterschiedlich. In den Kantonen Obwalden, Graubünden, Basel-Stadt und Wallis ist dieser Anteil stark gewachsen. Hingegen verzeichnen die Kantone Waadt, Jura, Neuenburg, Tessin und Genf einen deutlichen Rückgang des Anteils der unteren Einkommen. Insgesamt haben die unteren Einkommen Anteile verloren. Die Anteile der mittleren Einkommen am Gesamteinkommen haben im Beobachtungszeitraum in den Kantonen leicht zugelegt, am stärksten in Schwyz, Wallis und Nidwalden. In einigen Kantonen haben die mittleren Einkommen aber auch verloren (Waadt, Genf, Neuenburg, Basel-Stadt, Appenzell Ausserrhoden, Tessin). Profitiert haben dagegen die oberen Einkommen, diese konnten über die Zeit noch mehr am Wohlstand teilhaben.

Gestiegene Armutsgefährdungsquote

Die Armutsgefährdungsquote entspricht dem Anteil der Bevölkerung, dessen Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt. Die Armutsgrenze wird definiert als 60% des Median-Einkommens. Wenn sich alle Einkommen verdoppeln, bleibt die Armutsgefährdungsquote gleich hoch; sie ist ein relatives Mass und misst nicht die Armut an sich.

Die Armutsgefährdungsquote hat sich zwischen 2007 und 2016 von 5% um 0.6%-Punkte auf 5.6% erhöht. Damit hat sich die Armut in der Schweiz statistisch erhöht. Dies kann aber damit zusammenhängen, dass die Zahl der Lehrlinge und Studierenden (über 18 Jahre alt und somit steuerpflichtig) im Beobachtungszeitraum ebenfalls zugenommen hat.

Fazit der Entwicklung der Verteilung

Die nachfolgende Tabelle zeigt für die Schweiz einige Kennzahlen und deren Entwicklung über die Jahre 2007 bis 2016.

 

Überblick Kennzahlen

Schweiz 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 63'14964'77464'82565'28166'48765'49565'98367'08666'93267'929
Median 49'10050'10050'40050'50050'80050'80051'10051'40051'40052'400
Standardabweichung 110'157.59112'046.10108'232.37110'557.04110'200.29108'110.95109'967.88113'549.77113'723.49114'371.08
Variationskoeffizient 1.741.731.671.691.661.651.671.691.701.68
Quartilsabstand 53'10054'30055'10055'90056'30056'70057'10057'70058'20059'200
Quartilsquote 0.320.320.320.310.310.310.310.310.300.30
Gini-Koeffizient 0.470.470.470.480.480.480.480.480.480.48
Theil-Index 0000000000
Aargau 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 64'50565'73366'00066'21966'81467'03167'11567'27867'53568'851
Median 54'00055'00055'40055'50055'90056'00056'30056'70056'70057'900
Standardabweichung 74'421.5973'409.1673'023.8072'656.0574'108.7674'544.6172'425.3372'028.3274'514.5775'385.11
Variationskoeffizient 1.151.121.111.101.111.111.081.071.101.09
Quartilsabstand 50'60051'20052'10052'80053'40053'70054'10054'50054'90056'400
Quartilsquote 0.390.390.390.380.380.380.380.380.380.37
Gini-Koeffizient 0.400.400.400.400.410.410.410.400.410.41
Theil-Index 0000000000
Appenzell Innerrhoden 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 63'11363'25964'91362'34663'78263'61964'24265'29568'62266'972
Median 48'10048'80048'80048'80049'20049'80050'20050'90051'10052'600
Standardabweichung 135'740.06127'522.22111'442.03115'179.42115'832.86102'637.84103'281.24103'266.70115'801.31108'375.93
Variationskoeffizient 2.152.021.721.851.821.611.611.581.691.62
Quartilsabstand 48'50049'80050'80050'90051'70053'00053'40053'50054'40056'200
Quartilsquote 0.350.350.350.350.340.330.340.340.340.34
Gini-Koeffizient 0.470.460.470.450.460.450.450.450.470.45
Theil-Index 0000000000
Appenzell Ausserrhoden 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'52360'64360'99061'76261'53361'48561'75661'99562'45363'114
Median 47'50048'30048'10048'20049'00049'00049'40049'60049'70050'300
Standardabweichung 89'513.95105'654.64100'913.34104'332.4093'671.9195'656.5497'068.0695'691.5097'921.54106'372.06
Variationskoeffizient 1.531.741.651.691.521.561.571.541.571.69
Quartilsabstand 48'70049'60050'00050'80051'30051'50051'40052'10052'40052'800
Quartilsquote 0.350.350.340.340.340.340.340.340.340.34
Gini-Koeffizient 0.440.450.460.460.450.450.450.450.450.45
Theil-Index 0000000000
Bern 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 53'41954'51555'06055'41855'86256'08756'54757'13257'69858'959
Median 45'10046'10046'60046'70047'10047'40047'80048'10048'40049'500
Standardabweichung 67'135.1767'763.9267'619.1068'007.1168'953.8268'011.4067'544.9468'971.0769'693.0371'410.87
Variationskoeffizient 1.261.241.231.231.231.211.191.211.211.21
Quartilsabstand 49'20050'00050'70051'20051'60051'90052'30052'40053'00054'000
Quartilsquote 0.310.310.310.310.310.310.310.310.310.31
Gini-Koeffizient 0.450.450.450.450.450.450.450.450.450.45
Theil-Index 0000000000
Basel Land 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 70'44171'56572'19772'66372'17472'24272'96874'02174'36175'237
Median 56'90057'80058'40058'40058'30058'40058'60059'00059'00059'400
Standardabweichung 107'088.08105'573.01107'436.47107'505.97103'550.70102'731.68108'085.07111'946.02116'413.07115'800.30
Variationskoeffizient 1.521.481.491.481.431.421.481.511.571.54
Quartilsabstand 55'70056'40057'70058'50059'10059'70060'20060'90061'70062'600
Quartilsquote 0.370.370.360.360.350.350.350.350.340.34
Gini-Koeffizient 0.440.440.440.440.440.440.450.450.450.45
Theil-Index 0000000000
Basel Stadt 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 62'30664'03766'33167'00667'73468'04069'70670'80471'33272'145
Median 46'40047'00048'90049'10049'50049'60050'10050'20050'40050'600
Standardabweichung 122'753.37124'365.74115'590.12114'546.32124'922.35121'473.41127'979.19139'947.16143'639.43140'998.65
Variationskoeffizient 1.971.941.741.711.841.791.841.982.011.95
Quartilsabstand 54'10054'20054'50055'00055'10055'90056'80057'90058'70059'300
Quartilsquote 0.280.290.310.310.310.300.300.290.290.29
Gini-Koeffizient 0.510.510.500.500.500.500.500.510.510.52
Theil-Index 0000000000
Freiburg 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'23359'20859'78960'12561'57961'29161'94661'69862'61963'090
Median 48'60049'40049'60049'80050'10050'30050'40051'00051'00052'400
Standardabweichung 68'826.7568'296.5670'776.4671'425.5974'006.5171'438.7472'508.8972'844.0573'271.8274'318.20
Variationskoeffizient 1.181.151.181.191.201.171.171.181.171.18
Quartilsabstand 52'30052'90054'20055'20055'50056'00056'40057'00057'00058'500
Quartilsquote 0.320.330.320.310.310.310.310.310.310.31
Gini-Koeffizient 0.440.430.440.440.450.450.460.450.450.44
Theil-Index 0000000000
Genf 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 77'87979'38079'06179'45878'34977'05076'96983'87977'82576'570
Median 52'00052'60053'00053'00052'40051'70051'00050'70050'00049'600
Standardabweichung 199'641.50199'647.88200'029.46197'993.04198'818.82190'560.43204'725.93202'882.58199'897.85186'136.15
Variationskoeffizient 2.562.522.532.492.542.472.662.422.572.43
Quartilsabstand 63'80065'50066'70067'50067'80069'40069'90070'70071'00071'800
Quartilsquote 0.270.270.260.250.250.230.220.210.200.19
Gini-Koeffizient 0.550.560.550.560.560.560.570.610.590.59
Theil-Index 0000000000
Glarus 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 54'62956'30656'16956'98457'39457'15559'36858'79758'63759'356
Median 46'20047'90048'00047'70048'10048'40049'00049'30049'10050'100
Standardabweichung 59'382.7966'385.2259'186.5970'055.8769'677.7070'525.0574'739.2266'403.4767'541.8269'577.17
Variationskoeffizient 1.091.181.051.231.211.231.261.131.151.17
Quartilsabstand 44'10045'00045'50045'80046'70046'80047'40048'30048'30049'500
Quartilsquote 0.380.380.380.370.370.370.370.360.360.36
Gini-Koeffizient 0.400.400.400.410.410.410.430.420.420.41
Theil-Index 0000000000
Graubünden 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 53'29354'64054'79756'07856'28556'38557'12257'49857'75658'717
Median 43'30044'40044'50044'80045'30045'50046'00046'30046'40047'100
Standardabweichung 79'675.7279'659.7480'148.3488'270.5085'052.4185'830.8185'108.7082'970.0083'523.7888'273.17
Variationskoeffizient 1.501.461.461.571.511.521.491.441.451.50
Quartilsabstand 53'20053'90054'50055'00054'70054'40054'30054'60054'50054'900
Quartilsquote 0.250.260.250.250.260.270.280.280.280.28
Gini-Koeffizient 0.470.470.470.480.470.470.470.470.470.47
Theil-Index 0000000000
Jura 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 50'40451'79051'82752'31952'51552'55652'51352'86753'13252'995
Median 43'10044'00044'30044'10044'40044'40044'30044'60044'50045'100
Standardabweichung 55'720.4455'887.9555'163.4357'510.7555'590.9355'535.4456'693.4259'090.1358'890.5158'675.48
Variationskoeffizient 1.111.081.061.101.061.061.081.121.111.11
Quartilsabstand 47'60048'40049'20049'60049'80050'30050'60051'30050'90051'500
Quartilsquote 0.310.310.310.310.310.300.300.290.290.29
Gini-Koeffizient 0.440.440.440.440.440.440.440.450.450.45
Theil-Index 0000000000
Luzern 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'79860'47061'09761'44862'29462'57464'01063'85164'50065'699
Median 48'40049'70050'00050'20050'70050'80051'50051'90052'10053'200
Standardabweichung 85'566.1982'897.3586'019.9987'450.9189'638.5687'390.1786'025.0385'515.5490'040.9794'078.87
Variationskoeffizient 1.461.371.411.421.441.401.341.341.401.43
Quartilsabstand 47'80049'10049'60050'30051'10051'50051'70052'00052'30053'300
Quartilsquote 0.360.360.360.360.350.350.360.360.360.36
Gini-Koeffizient 0.430.430.430.430.440.440.440.430.430.43
Theil-Index 0000000000
Neuenburg 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 56'89657'81257'22856'81257'85257'98958'02658'34758'54058'209
Median 46'50047'10047'00046'30047'00047'10046'90046'70046'50046'800
Standardabweichung 76'050.1375'752.8571'018.7071'072.4872'973.1473'193.2076'007.7579'014.7681'523.7277'512.32
Variationskoeffizient 1.341.311.241.251.261.261.311.351.391.33
Quartilsabstand 52'30053'50054'10054'30054'80054'50054'90055'00055'10056'000
Quartilsquote 0.310.300.300.290.290.290.290.290.280.27
Gini-Koeffizient 0.450.460.460.460.460.460.470.470.480.48
Theil-Index 0000000000
Nidwalden 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 78'03779'70378'73478'13781'45278'96882'77991'52080'51782'020
Median 53'60054'80054'70054'60055'30055'40055'70056'30056'20057'500
Standardabweichung 240'881.87248'851.58229'568.54208'235.25242'171.20226'111.01262'243.28247'404.91195'520.62222'177.11
Variationskoeffizient 3.093.122.922.672.972.863.172.702.432.71
Quartilsabstand 52'20054'00054'50054'60056'30056'20056'60056'70056'70057'400
Quartilsquote 0.380.370.370.370.360.360.360.370.370.37
Gini-Koeffizient 0.510.510.500.500.510.500.510.550.490.50
Theil-Index 0000000000
Obwalden 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'25459'47860'23762'31862'56163'92871'95866'58995'19569'213
Median 45'70047'10047'70048'50049'20049'60049'90051'40051'90053'000
Standardabweichung 107'665.73110'217.42104'080.50131'685.22114'451.30128'411.54122'143.18119'641.43116'845.99119'661.52
Variationskoeffizient 1.851.851.732.111.832.011.701.801.231.73
Quartilsabstand 48'50049'40050'40051'30051'70052'30052'00052'40052'60053'800
Quartilsquote 0.320.330.330.330.330.330.340.350.350.35
Gini-Koeffizient 0.470.470.460.470.460.470.520.460.620.47
Theil-Index 0000000000
St. Gallen 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 57'17558'67558'65258'86359'50459'38059'75860'26160'61161'740
Median 47'40048'30048'50048'70049'00049'10049'50049'90050'20051'100
Standardabweichung 78'656.6680'354.1178'573.9677'078.6176'710.7274'879.7276'445.5777'935.2880'769.1678'971.28
Variationskoeffizient 1.381.371.341.311.291.261.281.291.331.28
Quartilsabstand 47'10048'30048'30049'00049'60049'70049'70050'10050'30051'400
Quartilsquote 0.360.360.360.350.350.350.350.360.360.35
Gini-Koeffizient 0.430.430.430.430.430.430.420.420.420.43
Theil-Index 0000000000
Schaffhausen 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'76859'49259'41559'67259'86259'75060'63161'08861'27762'160
Median 48'60049'60049'80049'80050'00049'90050'30050'80050'90051'700
Standardabweichung 68'747.3973'230.8371'459.9175'244.9573'681.5273'896.8982'182.8181'072.8979'547.1377'703.10
Variationskoeffizient 1.171.231.201.261.231.241.361.331.301.25
Quartilsabstand 46'70047'80048'00048'30049'00049'60050'50050'80051'30052'100
Quartilsquote 0.370.370.370.370.360.360.350.350.350.35
Gini-Koeffizient 0.420.410.410.420.410.420.420.420.430.42
Theil-Index 0000000000
Solothurn 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 57'43259'60560'23060'21260'83660'86560'96961'14461'28762'395
Median 48'80050'40050'90051'00051'30051'40051'60051'50051'60052'600
Standardabweichung 66'493.2070'203.3973'261.2070'350.4870'530.7271'190.1671'017.4272'076.6373'164.1974'495.66
Variationskoeffizient 1.161.181.221.171.161.171.161.181.191.19
Quartilsabstand 49'90051'40051'90052'60052'70052'80053'00053'20053'50054'700
Quartilsquote 0.340.350.350.340.340.340.340.340.340.34
Gini-Koeffizient 0.430.430.430.430.430.430.430.430.430.43
Theil-Index 0000000000
Schwyz 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 89'38591'69694'73394'093102'87792'17792'739103'63492'19295'440
Median 52'20053'40054'00054'30054'70054'90055'20055'80055'80057'600
Standardabweichung 428'068.95379'582.09390'457.11366'387.27409'759.36357'176.06399'162.94490'835.90319'464.84342'124.61
Variationskoeffizient 4.794.144.123.893.983.874.304.743.473.58
Quartilsabstand 54'30056'70058'10059'10059'90060'60060'90061'70061'70064'000
Quartilsquote 0.350.340.340.340.330.330.330.330.330.33
Gini-Koeffizient 0.580.580.590.590.620.570.570.610.560.57
Theil-Index 0000000000
Thurgau 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 59'20260'93061'17861'22462'03162'33763'37963'54464'22165'339
Median 49'20050'30050'50050'50051'30051'50052'00052'50052'70054'100
Standardabweichung 74'520.9577'266.8973'549.8877'518.4478'134.0974'901.0079'644.7478'433.5884'205.8480'285.91
Variationskoeffizient 1.261.271.201.271.261.201.261.231.311.23
Quartilsabstand 48'80050'20050'50050'80051'60052'10052'30052'80053'20054'900
Quartilsquote 0.360.360.360.360.360.350.360.360.350.35
Gini-Koeffizient 0.420.420.420.420.420.420.430.420.430.42
Theil-Index 0000000000
Tessin 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 58'27159'88359'33159'70359'61759'60159'72860'36560'50360'923
Median 44'50045'20044'60044'50044'40044'10043'90043'90043'80044'300
Standardabweichung 106'013.81110'630.32106'757.41110'700.36114'073.44112'365.87112'990.13117'703.65121'699.86121'066.38
Variationskoeffizient 1.821.851.801.851.911.891.891.952.011.99
Quartilsabstand 49'80051'20052'00052'50053'20053'50053'90054'20054'60055'700
Quartilsquote 0.310.300.290.290.280.270.270.270.260.26
Gini-Koeffizient 0.480.490.490.500.500.510.510.520.520.52
Theil-Index 0000000000
Uri 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 52'50553'56354'49455'08255'48956'51657'18158'82158'91160'409
Median 46'80048'40048'60048'50049'10050'00050'40051'50051'30052'500
Standardabweichung 50'185.2949'288.5953'368.9658'682.0354'241.7452'374.2455'566.4857'731.8356'139.5859'182.95
Variationskoeffizient 0.960.920.981.070.980.930.970.980.950.98
Quartilsabstand 42'70043'20044'30044'70045'60045'90046'50046'80047'30047'600
Quartilsquote 0.380.390.380.380.380.380.380.390.380.39
Gini-Koeffizient 0.380.370.380.390.380.380.390.390.390.39
Theil-Index 0000000000
Waadt 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 67'21569'12568'35669'42969'33569'57969'87570'08970'29171'209
Median 49'70050'50050'70050'70050'70050'50050'80051'00050'90051'700
Standardabweichung 111'966.50116'988.10112'467.40117'373.43115'273.36118'639.75119'069.14117'523.96119'388.82120'813.41
Variationskoeffizient 1.671.691.651.691.661.711.701.681.701.70
Quartilsabstand 59'10060'70061'30062'20062'60063'30063'50063'80064'00064'900
Quartilsquote 0.290.290.280.280.270.270.270.270.260.26
Gini-Koeffizient 0.490.500.490.500.500.510.510.510.510.51
Theil-Index 0000000000
Wallis 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 47'19448'10148'57048'44348'17648'10148'79348'50948'68550'444
Median 38'50039'00039'20039'00038'90038'80039'10039'40039'70041'200
Standardabweichung 70'226.3271'332.6570'564.1072'150.3868'819.7068'826.8069'197.7269'682.4369'439.1471'116.66
Variationskoeffizient 1.491.481.451.491.431.431.421.441.431.41
Quartilsabstand 58'60059'00059'90060'20060'20060'10059'90060'30060'30061'300
Quartilsquote 0.120.130.130.120.120.120.130.120.130.13
Gini-Koeffizient 0.520.520.520.520.520.520.520.520.520.52
Theil-Index 0000000000
Zug 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 98'819103'408101'897101'861133'548102'907101'080100'445102'960104'222
Median 60'20061'90062'50062'60063'20063'20063'40063'90064'30065'000
Standardabweichung 376'900.72423'251.50376'352.70392'198.27512'696.57371'170.36352'206.91321'373.96320'486.18350'964.20
Variationskoeffizient 3.814.093.693.853.843.613.483.203.113.37
Quartilsabstand 65'50067'60069'80070'60071'10072'70072'80073'70074'40076'100
Quartilsquote 0.340.340.330.320.320.310.320.320.320.31
Gini-Koeffizient 0.570.570.560.560.660.570.550.550.550.55
Theil-Index 0000000000
Zürich 2007200820092010201120122013201420152016
Mittelwert 71'35173'58772'74273'60775'65073'49773'81775'25875'06377'160
Median 53'40055'10055'30055'50055'70056'00056'20056'80056'30058'000
Standardabweichung 136'859.21137'358.24127'277.34134'909.57129'435.83127'230.40125'475.37132'684.69137'225.12135'292.81
Variationskoeffizient 1.921.871.751.831.711.731.701.761.831.75
Quartilsabstand 56'40058'00059'10060'00060'70061'20061'30062'70064'00064'300
Quartilsquote 0.340.340.330.330.320.320.320.320.310.32
Gini-Koeffizient 0.480.480.470.480.490.470.470.480.490.48
Theil-Index 0000000000

Quelle: BAK Economics

Die Einkommensverteilung war in der Schweiz und auch in den Schweizer Kantonen im Beobachtungszeitraum relativ konstant. Auch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat sich nicht spürbar auf die Verteilung der Einkommen ausgewirkt. Die Kantone mit der ausgeglichensten Verteilung der Einkommen sind gemäss Gini-Koeffizient Uri, Aargau und Glarus. Eine relativ ungleiche Einkommensverteilung zeigt sich in Zug, Schwyz und Genf. Insgesamt wurde die Ungleichheit der Einkommensverteilung leicht stärker und somit die Schere zwischen Arm und Reich leicht grösser. Die Einkommensschwelle zur Mittelschicht ist in der Schweiz angestiegen. Auch in fast allen Kantonen war ein Anstieg dieser Schwelle zu sehen. Der Anteil der Unterschicht am Gesamteinkommen in der Schweiz ist im Beobachtungszeitraum zu Lasten der Mittelschicht gestiegen. Die Mittelschicht kann also am Wohlstand des Landes über die Zeit weniger teilhaben.



5 Exkurs: Vermögen

Anzahl der Vermögensmillionäre steigt sehr deutlich

Die Anzahl der Vermögensmillionäre stieg zwischen 2007 und 2016 um beachtliche 43% auf mehr als 311'000 Personen. Dieser Anstieg lässt sich weder durch die Teuerung (die praktisch null betrug) noch durch Migration erklären. Beigetragen haben neben der positiven Einkommensentwicklung insbesondere die Entwicklung der Preise von Wertschriften und Immobilien. So ist auch der Börseneinbruch anlässlich der Finanzkrise im 2008 sichtbar. Seither steigt die Zahl der Vermögensmillionäre aber kontinuierlich an.

Vermögensmillionäre

Anzahl in Personen; Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung,Statistik über die kantonalen und gesamtschweizerischen Vermögensverhältnisseder natürlichen Personen

Das Vermögen der Millionäre hat sich seit 2007 um mehr als die Hälfte erhöht (+52%). 2016 umfasst es insgesamt rund 1’255 Milliarden CHF. Das Vermögen ist stärker angestiegen als die Zahl der Millionäre, so dass auch das durchschnittliche Vermögen pro Millionär zugenommen hat (+6,3%). Diese Zahl erscheint erstaunlich gering, ist aber darauf zurückzuführen, dass die ebenfalls stark steigenden und relativ hohen Vermögen der «Altmillionäre» durch die relativ tiefen Vermögen der «Neumillionäre» verwässert (sprich verringert) wurden. Auch hier ist der Börseneinbruch anlässlich der Finanzkrise im Jahr 2008 sichtbar.


Vermögen der Millionäre

In Mio. CHF; Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung, Statistik über die kantonalen und gesamtschweizerischen Vermö-gensverhältnisse der natürlichen Personen

Das Vermögen sämtlicher privater Haushalte ist ebenfalls deutlich gewachsen. Vor allem das Immobilienvermögen wuchs im Beobachtungsraum um rund 50% auf 1’899 Milliarden CHF. Insgesamt gab es im Beobachtungszeitraum einen Anstieg des Privatvermögens von Schweizerinnen und Schweizern um knapp 37% auf insgesamt 4’344 Milliarden CHF. Beim Total sowie bei den finanziellen Forderungen (was neben Bankguthaben und Obligationen auch Aktien, kollektive Kapitalanlagen und Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen umfasst) ist der Einbruch der Finanzkrise 2008 wiederum deutlich zu sehen. Diese Vermögenswerte sind brutto. Zieht man die finanziellen Verpflichtungen von 842 Millionen CHF ab, so resultierte im Jahr 2016 (netto) ein Reinvermögen der privaten Haushalte von 3’502 Milliarden CHF.


Vermögen privater Haushalte

Vermögen in CHF; Quelle: Schweizerische Nationalbank, Vermögenprivater Haushalte

Fazit der Vermögensverteilung

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass aufgrund der in der Periode 2007 bis 2016 insgesamt deutlich angestiegenen Immobilien- und Börsenwerte die Vermögen in der Schweiz wesentlich stärker zugenommen haben als die Einkommen oder das BIP. Entsprechend sind auch die Anzahl der Vermögensmillionäre und deren Vermögen deutlich angestiegen.

 

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