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Medienmitteilung

Wachstum und Investitionen in die Neupositionierung prägen das erste Halbjahr 2017 der Bank Cler

Basel, 20. Juli 2017

Seit 20. Mai 2017 tritt die Bank Cler unter dem neuen Namen am Markt auf. In ihrem Kerngeschäft wuchs die Bank Cler durch höhere Hypothekarforderungen (+264,1 Mio. CHF) und zusätzliche Kundeneinlagen (+162,4 Mio. CHF). Der Geschäftsertrag konnte um 2,0% auf 123,3 Mio. CHF gesteigert werden. Die Investitionen in die Neuausrichtung der Bank Cler erhöhten den Geschäftsaufwand auf 95,2 Mio. CHF (+14,7%). Erwartungsgemäss resultierte dadurch ein niedrigerer Halbjahresgewinn 2017 von 18,8 Mio. CHF (1HJ 2016: 22,7 Mio. CHF).

Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 3,5% gesteigert

Der wichtigste Ertragspfeiler der Bank Cler, das Zinsengeschäft, konnte im ersten Halbjahr 2017 erfolgreich ausgebaut werden. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft wurde um 3,5% auf 87,1 Mio. CHF gesteigert (1HJ 2016: 84,1 Mio. CHF). Nach Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio. CHF (1HJ 2016: 0,4 Mio. CHF) resultierte ein Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 87,2 Mio. CHF (1HJ 2016: 84,5 Mio. CHF). Die Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen ist das Ergebnis einer weiteren Qualitätsverbesserung des Kreditportefeuilles.

Das höhere Zinsergebnis ist auf zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens konnten die Refinanzierungskosten deutlich gesenkt werden. So sank der Zinsaufwand um 29,3% auf 29,0 Mio. CHF. Zweitens nahm die Bank bei der Vergabe und Verlängerung von Krediten marktbedingt leicht schlechtere Konditionen in Kauf, konnte dies jedoch mit dem beträchtlich höheren Ausleihungsvolumen bei kontrollierten Risiken teilweise kompensieren.

Wertschriften- und Anlagegeschäft weiter ausgebaut

Trotz einem nach wie vor zurückhaltenden Anlageverhalten der Kundinnen und Kunden hat sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft als zweiter Ertragspfeiler stabil entwickelt. Dessen Ergebnisbeitrag lag mit 28,7 Mio. CHF nur knapp unter dem Vorjahr (-0,5 Mio. CHF). Das Wertschriften- und Anlagegeschäft als Haupteinnahmequelle konnte um 7,7% auf 24,4 Mio. CHF gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür waren das höhere Depotvolumen und die damit verbundenen zusätzlichen Erträge aus Transaktionen.

Hypothekarforderungen wachsen über dem Marktdurchschnitt

Mit dem Wachstum der Hypothekarforderungen um 264,1 Mio. CHF (+1,9%) baute die Bank Cler ihre Marktstellung weiter aus. Trotz des überdurchschnittlichen Wachstums hält die Bank konsequent an den seit vielen Jahren unverändert geltenden, strengen Kreditvergaberichtlinien mit konservativen Belehnungsstandards und soliden Tragbarkeitsansprüchen fest.

Kundeneinlagen nehmen markant zu

Auch auf der Passivseite konnte die Bank Cler im ersten Halbjahr 2017 auf einen soliden Zufluss an Kundeneinlagen von insgesamt 162,4 Mio. CHF zählen. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageformen nahmen um 34,3 Mio. CHF zu und die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden um 128,1 Mio. CHF. Und dies obwohl die Bereitschaft der Privatkunden schwindet, ihre Mittel praktisch zinslos auf einem Konto zu halten. Deshalb lancierte die Bank Cler gegen Ende 2016 eine bedürfnis- und risikogerechte Alternative: die Anlagelösung. Schon ab einem Anlagebetrag von 10 000 CHF profitiert die Kundschaft von einer professionellen Vermögensverwaltung. Per Ende Juni 2017 waren bereits 270,4 Mio. CHF in dieser Anlagelösung investiert.

Bei den KMU und den institutionellen Kunden dominierte die Thematik der Negativzinsen. Durch eine professionelle Bewirtschaftung der Freigrenze und attraktive Angebote nahmen die Bestände der Sicht- und Festgelder seit Ende 2016 um insgesamt 128,1 Mio. CHF zu.

«Weil die Bedürfnisse unserer Kunden unterschiedlich sind, investieren wir gleichzeitig in unser digitales Angebot und in unsere Geschäftsstellen. Das optimale Zusammenspiel beider Kanäle ist der richtige Weg.»

Sandra Lienhart

CEO Bank Cler

Investitionen in die Geschäftsstellen und das digitale Angebot prägen die Kostenentwicklung

Der Personalaufwand von 33,8 Mio. CHF blieb nahezu unverändert (-0,4 Mio. CHF). Demgegenüber nahm der Sachaufwand deutlich (+12,6 Mio. CHF) auf 61,4 Mio. CHF zu. Dies ist vor allem auf die mit der Neupositionierung zusammenhängenden Kosten zurückzuführen. Hierzu gehören neben dem Marketingaufwand auch umfangreiche Investitionen in das neue Filialkonzept und die Investitionen in ein verbessertes digitales Angebot.

Seit dem 17. Juli 2017 bietet die virtuelle Geschäftsstelle «mycler.ch» neue digitale Dienstleistungen an.

Neukunden können in wenigen Minuten komplett papierlos ein Konto eröffnen oder eine Kreditkarte bestellen. Wer Geld anlegen möchte, kann online sein Anlegerprofil ermitteln und direkt in eine Anlagelösung investieren. Und wenn ein Kunde eine Beratung wünscht, kann er sich via Chat mit einem Berater verbinden. Auch Beratungstermine können online vereinbart werden: Kundinnen und Kunden suchen sich ihre favorisierte Geschäftsstelle aus und haben direkten Zugriff auf freie Zeitfenster. Das digitale Angebot werden wir auch in Zukunft weiter ausbauen.

Beim Umbau der Geschäftsstellen stehen – nach der Eröffnung der Pilotgeschäftsstelle an der Urania-Strasse in Zürich – die Neugestaltung in St. Gallen, Bern und Sion kurz vor dem Abschluss. Das neue Konzept stellt die Kunden in den Mittelpunkt und macht die Werte der Bank in einem modernen und frischen Umfeld erlebbar. Die Geschäftsstelle wirkt offen, transparent und ermöglicht neue Arten der Interaktion mit der Bank. Die Kundengespräche finden dort statt, wo sich die Kundin oder der Kunde am wohlsten fühlt: am grossen Tisch, an der Gastronomie-Theke, in der Lounge, im Kreativraum oder auch traditionell im Sitzungszimmer.

Ende Juli wird die Bank Cler zudem die «Anlagelösung Nachhaltig» lancieren und damit ihre nachhaltige Angebotspalette erweitern. Dies zeigt die Wichtigkeit dieses Themas als Teil der Positionierung der Bank.

Ausblick: Fortsetzung der konsequenten Neuausrichtung

Die Bank Cler geht im weiteren Jahresverlauf von einem unverändert anspruchsvollen Umfeld aus. Die Neupositionierung wird im zweiten Halbjahr 2017 konsequent fortgesetzt und ist geprägt von Investitionen in die neue Marke, die Digitalisierung und die Umbauten von Geschäftsstellen. Das anhaltende Tiefzinsumfeld zwingt Banken zudem über neue Geschäfts- und Vertriebsmodelle nachzudenken. Trotz der stabilen Entwicklung der Ertragsseite werden sich diese zukunftsgerichteten Investitionen im Geschäftserfolg und im Jahresgewinn niederschlagen.

 

Weitere Auskünfte erteilt:

Natalie Waltmann

Leiterin Kommunikation

Bank Cler AG, CEO Office

Telefon: +41 (0)61 286 26 03

E-mail: natalie.waltmann@cler.ch