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Zeit, über Geld zu reden.

Ist Sparen Kunst?

Zur Kunst erhebt das Kunsthaus Zürich mit seiner aktuellen Plakatkampagne das Sparen. Wenn es um Kunst geht, massen wir uns gegenüber solch renommierter Seite natürlich keinen Widerspruch an. Aber beim Sparen kennen wir uns aus, das ist unser Kerngebiet.

Plakatsujet des Kunsthausess Zürich und dasjenige der Bank Cler, mit dieser Aktion im Rahmen unserer Kampagne «Zeit, über Geld zu reden» motivieren wir zur Auseinandersetzung mit Geldthemen.

Wir kennen es alle nur zu gut: Geld auszugeben fällt uns häufig leichter, als es zu behalten. So gesehen kann man Sparen tatsächlich als Kunst bezeichnen. Diese Aussage stimmt aber nur für knapp einen Fünftel der Bevölkerung. Gemäss einer Comparis-Umfrage aus dem Jahr 2017 geben 14 Prozent der Befragten jeweils ihr gesamtes Einkommen aus, 4 Prozent leben gar über ihren Verhältnissen, fürs Sparen bleibt bei beiden Gruppen nichts übrig.

Doch für grosse Teile der Bevölkerung ist Sparen eben keine Kunst. Fast jeder Zweite legt regelmässig etwas auf die Seite – und das erst noch, ohne sich beim Konsum einschränken zu müssen. Gut ein Fünftel tut Letzteres freiwillig und spart dafür so viel wie möglich. Zu den sogenannt harten Sparern zählen sich 19 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen.

Internationale Unterschiede

In den USA träfe die Aussage des Plakates uneingeschränkt zu: «The Fine Art of Saving» meistern dort die wenigsten. Gemäss einer Umfrage der US-Notenbank geraten 44 Prozent der Befragten bereits in Schwierigkeiten, wenn eine unvorhergesehene Ausgabe von nur schon 400 Dollar anfällt. Alles muss raus, denken offenbar viele Amerikaner und legen gemäss Daten der OECD nur 5,7 Prozent des frei verfügbaren Einkommens zur Seite. In Wirtschaftskreisen wird dieser Wert Sparquote genannt.

Im internationalen Vergleich zeigen sich bei den Sparquoten grosse Unterschiede. Auch wenn sie aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden nicht eins zu eins vergleichbar sind, sind die unterschiedlichen Werte aufschlussreich. In gewissen Ländern wird mittlerweile gar nicht mehr gespart – Portugal (-2,6%),Grossbritannien (-1,1%) – oder nur sehr wenig wie in Spanien (1,75%), Italien (2,4%). Besser stehen Länder wie Dänemark (5,6%), Frankreich (8,2%) oder Deutschland (9,7%) da. Hoch ist die Sparquote in Luxemburg (15%) und Schweden (15,7%) – doch fast am höchsten ist sie in der Schweiz: Wir sparen sagenhafte 18,7% des frei verfügbaren Einkommens. Ein Grund für diesen hohen Wert ist die in der Schweiz obligatorische berufliche Vorsorge, die in diesen Wert eingerechnet wird. Doch auch ohne dieses Zwangssparen, wie es oft genannt wird, ist Sparen in der Schweiz eher Volkssport denn Kunstform.

Bodenständig ins Glück

Ob man sparen kann, hat natürlich etwas mit der Höhe des Lohns zu tun. Je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto mehr kann man auf die Seite legen. Was in der Theorie zweifellos stimmt, wird von Praxisbeispielen immer wieder widerlegt. Es gibt Grossverdiener, die keinen Monat durchstehen würden, wenn der Lohn einmal ausbleiben sollte. Auf der anderen Seite gibt es Geringverdiener, die nach zwei Jahren Arbeit bereits wieder genug auf der Seite haben, um ein halbes Jahr auf Reisen zu gehen.

Letzteres ist die Ausnahme und bedingt ein äusserst spartanisches Leben, das nicht jedermanns Sache ist – und darum wohl tatsächlich als Kunstform bezeichnet werden kann. Alle anderen benötigen keine Talente irgendwelcher Art, um mit dem Sparen zu beginnen, sondern etwas sehr Bodenständiges: Ordnung und Durchblick. Und allenfalls ein Hilfsmittel, um diesen Zustand zu erhalten.

Hilfe für erfolglose Künstler

Nur wer weiss, was monatlich reinkommt und rausgeht – auf fortgeschrittener Ebene: rausgehen sollte –, kennt sein frei verfügbares Einkommen. Das geht natürlich nur, wenn man irgendwann ein Budget erstellt hat und dessen Einhaltung tatsächlich überprüft. Wenn man von Buchhaltung keine Ahnung hat, ist das gar nicht so einfach. Hinzu kommt, dass das eigentliche Führen des Budgets zeitraubend sein kann. Kann, muss aber nicht. Vereinfachung bringt hier die Digitalisierung: Kontostand prüfen, Zahlungen ausführen oder die Prüfung von Ausgaben lassen sich heute ganz einfach unterwegs erledigen. So können wir zum Beispiel auf dem Arbeitsweg oder während der Mittagspause erledigen, was noch vor wenigen Jahren einen Schreibtisch und physische Quittungen erforderte. So betrachtet gilt: Bessere Bedingungen gab es für das Sparen zumindest aus organisatorischer Sicht nie.

Und wenn genug Erspartes zusammengekommen ist, ist es vielleicht sogar Zeit für etwas, was unbestritten eine Kunst ist: Investitionen in Kunst.

Mit Zak, der Bank fürs Smartphone, wird die Budgetkontrolle einfach. Dank verschiedenen Budgettöpfen sieht man in der App jederzeit, wie viel Geld für die verschiedenen Ausgabenbereiche ausgegeben wurde und wie viel noch übrigbleibt. So hat man die Sicherheit, dass das eigene Budget auch tatsächlich eingehalten wird. Und sieht die Fortschritte, die sich bei den Sparzielen ergeben. Was beim Sparen zusätzlich helfen dürfte: Geringere Ausgaben für Kontoführung und Kreditkarte geht nicht: Zak ist kostenlos.