Mieten oder kaufen: Was passt besser zu mir?
Die Entscheidung zwischen mieten und kaufen hängt stark von Ihrer Lebenssituation, Ihrem Einkommen, Eigenkapital und Ihren Zukunftsplänen ab. Wenn Sie sich bewusst mit Ihren Zielen und Bedürfnissen auseinandersetzen, finden Sie leichter heraus, welche Wohnform zu Ihnen passt. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen:
- Möchten Sie sesshaft werden oder lieber flexibel bleiben?
- Ist Ihr Einkommen stabil oder eher schwankend?
- Verfügen Sie über ausreichend Eigenkapital oder nutzen Sie zusätzliche Mittel der Wohneigentumsförderung?
- Möchten Sie im Alter mietfrei wohnen oder nehmen Sie regelmässige Mietzahlungen in Kauf?
- Sind Sie bereit, Verantwortung für Unterhalt und Reparaturen zu übernehmen oder schätzen Sie es, wenn sich jemand anderes darum kümmert?
Vor- und Nachteile: Mieten oder kaufen?
Ob sich kaufen oder mieten mehr lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Wohnformen haben klare Vorteile, bringen aber auch gewisse Nachteile mit sich. Ein Immobilienkauf ist eine langfristige Investition in die eigene Zukunft. Wer mietet, bleibt flexibler und trägt weniger Verantwortung. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile.
Vor- und Nachteile des Mietens
Mieten eignet sich besonders für Menschen, die mobil bleiben möchten oder noch nicht sicher sind, wo sie längerfristig leben möchten. Auch bei begrenztem Eigenkapital oder unsicherem Einkommen kann eine Mietwohnung die passende Lösung sein. Gleichzeitig gehen mit der Miete aber auch gewisse Einschränkungen einher. Hier die wichtigsten Vor- und Nachteile des Mietens auf einen Blick:
Vor- und Nachteile des Kaufens
Ein Eigenheim bedeutet mehr Kontrolle über das eigene Wohnen, aber auch mehr Verantwortung. Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft, investiert in einen bleibenden Wert und schafft sich finanzielle Sicherheit für die Zukunft. Gleichzeitig bringt Eigentum Verpflichtungen und finanzielle Risiken mit sich. Hier sind die wichtigsten Punkte, die es beim Kauf einer Immobilie zu berücksichtigen gilt:
Wie entwickeln sich Immobilien- und Mietpreise in der Schweiz?
Nach einer kurzen Phase der Stabilisierung haben sich die Immobilienpreise in der Schweiz wieder nach oben entwickelt (Stand: 01.2026). Tiefere Hypothekarzinsen und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben die Nachfrage nach Wohneigentum erneut ansteigen lassen. Auch der Mietmarkt bleibt angespannt, denn das Wohnangebot ist begrenzt, während die Nachfrage weiter hoch ist. Für viele Haushalte stellt sich deshalb die Frage, wie sich die Wohnkosten in Zukunft entwickeln könnten. Ein Blick auf die aktuellen Trends unterstützt Sie bei der Einschätzung:
Immobilienpreise
- Preisentwicklung: Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind 2025 weiter gestiegen. Die Nachfrage ist in vielen Regionen sehr hoch, was die Preise zusätzlich antreibt.
- Finanzierungskosten: Seit Juni 2025 liegt der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bei 0,0%. Dadurch sind Hypotheken günstiger geworden und der Einstieg ins Wohneigentum für viele attraktiver.
- Nachfrage: Das aktuell tiefe Zinsniveau hat die Nachfrage nach Immobilien spürbar erhöht. Vor allem gut gelegene Objekte sind schnell vergeben.
- Leerstandsquote: Laut Wüest Partner liegt die Leerstandsquote im Wohnsegment bei nur 1,0%. Das Angebot an verfügbaren Immobilien bleibt damit sehr begrenzt.
- Regionale Unterschiede: In Regionen mit wenig Angebot und hoher Nachfrage kann es zu plötzlichen Preissprüngen kommen. Besonders stark zeigt sich dieser Effekt dort, wo zusätzlich viel Kapital in den Markt fliesst.
Mietpreise
- Entwicklung der Angebotsmieten: Der Anstieg der Angebotsmieten hat sich 2025 deutlich verlangsamt. In den Vorjahren waren die Mieten stark gestiegen und haben die Budgets vieler Haushalte belastet.
- Bestandsmieten: Der gesunkene Referenzzinssatz wirkt dämpfend auf bestehende Mietverhältnisse. Das bringt für viele Mieterinnen und Mieter vorerst etwas Entlastung.
- Nachfrage: Trotz dieser Entwicklung bleibt der Mietmarkt angespannt. Freie Wohnungen sind weiterhin knapp, vor allem in grösseren Städten.
- Treiber: Die anhaltende Zuwanderung und das begrenzte Wohnangebot tragen wesentlich zur hohen Nachfrage bei. Zusätzlich fehlen vielerorts Neubauprojekte, die den Markt entlasten könnten.
Einen ausführlicheren Überblick über aktuelle Entwicklungen und Prognosen finden Sie in unserem Ratgeber «Immobilienpreise in der Schweiz».
Was beeinflusst die Immobilienpreise und Wohnkosten?
Ob kaufen oder mieten – die Wohnkosten in der Schweiz hängen von vielen verschiedenen Aspekten ab. Dabei spielen nicht nur Lage und Zinsniveau eine Rolle, sondern auch demografische Entwicklungen, Baukosten oder politische Rahmenbedingungen. Je nachdem, wie sich diese Elemente verändern, können sie Preise und Mieten spürbar nach oben oder unten treiben. Folgende Entwicklungen wirken sich direkt auf Immobilienpreise und Mieten aus:
- Lage: Die Umgebung zählt zu den stärksten Preistreibern. Immobilien in der Nähe von Arbeitsplätzen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangeboten sind besonders gefragt und damit teurer.
- Angebot und Nachfrage: Wenn immer mehr Menschen Wohnraum suchen, aber kaum neues Bauland verfügbar ist, steigen die Preise. Bevölkerungswachstum und Zuwanderung erhöhen den Druck zusätzlich.
- Zinsen und Wirtschaftslage: Tiefe Hypothekarzinsen machen den Kauf von Wohneigentum attraktiver, können aber auch die Nachfrage und damit die Preise anheizen. Auch Inflation, Beschäftigungslage und allgemeine Konjunktur beeinflussen die Preisentwicklung.
- Baukosten: Steigende Materialpreise und der Fachkräftemangel im Baugewerbe machen Neubauten teurer. Diese Kosten wirken sich direkt auf Mieten und Kaufpreise aus.
- Energieeffizienz: Der energetische Zustand eines Gebäudes beeinflusst seinen Marktwert. Gut isolierte und modern beheizte Immobilien sind gefragter und verursachen tiefere Betriebskosten.
- Zustand und Alter: Neubauten oder sanierte Objekte erzielen höhere Preise. Ältere oder wenig gepflegte Immobilien verlieren an Wert.
- Demografie: Die Altersstruktur und das Bevölkerungswachstum verändern die Nachfrage. In Städten steigt etwa die Nachfrage nach Eigentumswohnungen, während in ländlichen Regionen oft Einfamilienhäuser gefragt sind.
- Steuern und Regulierung: Auch staatliche Vorgaben haben Einfluss auf die Preise. Grundsteuern, Umweltauflagen, das Baurecht oder Einschränkungen bei der Landnutzung können Immobilien verteuern oder verknappen.
Mieten oder kaufen: Was sollte ich bei der Entscheidung beachten?
Die Wahl zwischen mieten oder kaufen gehört zu den grössten finanziellen Entscheidungen im Leben. Sie hängt nicht nur vom Immobilienmarkt ab, sondern auch von Ihrer persönlichen Situation, Ihren Plänen und Ihrem finanziellen Spielraum. Folgende Überlegungen helfen bei der Entscheidung:
- Zukunft und Lebensplanung: Planen Sie in den nächsten Jahren einen Umzug, Familienzuwachs oder eine Auszeit? Dann kann Mieten mehr Freiheit geben, ohne langfristige Verpflichtungen.
- Finanzielle Situation: Haben Sie genügend Eigenkapital und ein stabiles Einkommen? Der Kauf einer Immobilie setzt eine tragfähige Finanzierung voraus.
- Wünsche an den Lebensstil: Möchten Sie Ihre Wohnung ganz nach Ihren Vorstellungen gestalten oder schätzen Sie es, keine Verantwortung für Unterhalt und Reparaturen zu tragen?
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Teilen Sie den Kaufpreis einer Immobilie durch die Jahresmiete eines vergleichbaren Objekts. Liegt das Ergebnis deutlich über 20, ist Mieten unter Umständen günstiger.
- Marktsituation: Wie entwickeln sich Zinsen und Immobilienpreise in Ihrer Region? Steigende Hypothekarzinsen können die Tragbarkeit eines Kaufs beeinflussen.
Der Hypothekenrechner der Bank Cler unterstützt Sie beim Vergleich
Bei der Entscheidung, ob Sie lieber kaufen oder mieten sollten, hilft Ihnen unser Rechner mit einer ersten Einschätzung. Der Hypothekenrechner der Bank Cler zeigt Ihnen online in wenigen Minuten, ob der Kaufpreis Ihrer Wunschimmobilie für Sie tragbar ist und mit welchen monatlichen Wohnkosten Sie rechnen können.
So funktioniert der Hypothekenrechner:
- Kaufpreis eingeben: Tragen Sie den geschätzten Wert Ihres Wunschobjekts ein.
- Eigenmittel angeben: Geben Sie an, wie viel Eigenkapital Sie einbringen können. 20% des Kaufpreises gelten als Minimum.
- Einkommen erfassen: Erfassen Sie Ihr Nettoeinkommen.
- Berechnung prüfen: Sie sehen sofort, ob eine Hypothek tragbar ist und wie hoch Ihre monatlichen Kosten wären.
- Profil ergänzen (optional): Für eine genauere Einschätzung können Sie ein Profil erstellen und Unterlagen hochladen.
- Offerte anfordern: Auf Wunsch erhalten Sie eine unverbindliche Offerte, abgestimmt auf Ihre aktuelle Situation.
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