Auch in diesem Winter sind Skiferien in der Schweiz sehr beliebt. Die Nachfrage nach Unterkünften ist entsprechend hoch und prägt die Preisentwicklung stark. Die neue Studie der Bank Cler und BAK Economics zeigt deutlich: Wer im Februar 2026 in die Skiferien gehen möchte und bis jetzt noch nicht gebucht hat, muss deutlich mehr bezahlen als jene, die den Skiurlaub frühzeitig gebucht haben. Besonders Familien und preisbewusste Gäste profitieren von einer frühen Planung, denn das Angebot nimmt im Jahresverlauf rasch ab – und mit dem knapper werdenden Angebot steigen vielerorts die Preise. Paare profitieren von leicht gesunkenen Hotelpreisen und zahlen 2026 weniger als im Vorjahr. Die Studie vergleicht verschiedene Kostenpunkte von Skiferien mit dem Vorjahr, berücksichtigt 14 Skigebiete in der ganzen Schweiz und erscheint seit 2019.
Die Kosten fürs Skifahren – bestehend aus 8-Tages-Skipass, Skischule und Skiverleih (Ski-Schuhe und Skier) – sind im Durchschnitt um 6% gestiegen. Dabei gibt es auch 2026 erhebliche Unterschiede zwischen den Skigebieten. Über alle Kundensegmente hinweg (vierköpfige Familie, Ehepaar, Studierende), sind Airolo, Andermatt-Sedrun und Engelberg-Titlis am günstigsten. Die teuersten Skigebiete 2026 sind Zermatt, St. Moritz und Flims-Laax-Falera. Für Familien ist Zermatt am kostspieligsten, während es bei den Studenten St. Moritz ist. Bei den Paaren liegt Flims-Laax-Falera an der Spitze, gefolgt von St. Moritz und Zermatt. Haupttreiber dieser hohen Kosten sind die Skipässe.
Bei den Skipässen sind die Preise im Durchschnitt über alle Kundensegmente und Skigebiete um rund 10% angestiegen. Einige Gebiete wie Davos Klosters und Andermatt-Sedrun halten ihre Tarife jedoch stabil und bilden damit die Ausnahme in einem insgesamt teurer werdenden Markt.
Die Preisunterschiede zwischen den Skigebieten bleiben zudem erheblich. Für ein Ehepaar kostet ein achttägiger Skipass in Zermatt rund 1 200 Franken. Wer weniger als 900 Franken ausgeben möchte, findet entsprechende Angebote in Airolo, Adelboden-Lenk, Engelberg-Titlis oder Andermatt-Sedrun. Wenn der Gesamtpreis bei Familien unter 1 000 Franken bleiben soll, kommt praktisch nur Airolo infrage; die höchsten Preise für Skipässe für Familien haben Flims-Laax-Falera (1 524 CHF) und Zermatt (1 500 CHF).
Skifahrer können von zwei Entwicklungen profitieren. Erstens setzt ein wachsender Teil der Skigebiete auf dynamische Preise. In der Regel gilt, dass frühe Buchungen zu tieferen Preisen führen. Zweitens werden zunehmend Verbundskipässe angeboten, die eine ganze Saison lang in mehreren Skigebieten gültig sind. Diese zahlen sich für alle aus, die neben der Ferienwoche weitere Tage auf der Piste verbringen. Alle vierzehn in der Analyse berücksichtigten Skigebiete sind inzwischen in einen nationalen oder internationalen Verbund integriert. Daraus ergeben sich konkrete Sparmöglichkeiten, z.B.
Bei den Mietkosten einer Skiausrüstung zeigt sich wenig Veränderung. Die Preise für eine Woche Ski und Skischuhe sind in den meisten Gebieten unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Hinsichtlich der Kosten für die Skischulen lohnt es sich für Familien, bei der Wahl des Skigebiets zwei Punkte zu berücksichtigen: Erstens sind Frühbucherrabatte zwischen 5 und 10% bei einer Buchung bis 31. Oktober verbreitet. Zweitens sind die Unterschiede zwischen den Skigebieten gross: Während Wochenkurse (Preis für zwei Kinder) in St. Moritz (780 CHF) oder Zermatt (1 110 CHF) am teuersten sind, liegen vergleichbare Angebote in Airolo, Arosa-Lenzerheide, Davos-Klosters, Andermatt-Sedrun oder Saas-Fee unter 500 CHF.
Die monatlichen Auswertungen zeigen klar, wie schnell das Angebot schrumpft. Im März ist die Auswahl noch gross, doch bis Juni halbiert sich das verfügbare Angebot bereits. Bis Oktober reduziert sich die Zahl der freien Unterkünfte nochmals um etwa die Hälfte. Dass die Preise bei Angebotsknappheit deutlich steigen, ist wenig überraschend. Während Frühbucher im März mit einer durchschnittlichen Preissteigerung von 6% gegenüber dem Vorjahr über alle Destinationen hinweg konfrontiert waren, stiegen die Kosten für Unterkünfte im Oktober im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 16%. Damit verschlechtert sich die Ausgangslage insbesondere für preisbewusste Kurzentschlossene.
Die tiefsten Unterkunftspreise für Familien finden sich in Airolo, der Aletsch Arena, Andermatt-Sedrun und Arosa-Lenzerheide, wo Ferienwohnungen auch noch bei Buchung im Oktober unter 3 000 CHF zu haben sind. Die im Durchschnitt höchsten Preise für die Familien-Unterkunft müssen dagegen in Zermatt (8 569 CHF) und Gstaad (6 154 CHF) bezahlt werden, wobei die Preise im Jahresverlauf deutlich ansteigen. Im März sind die Unterkünfte für Familien mit etwa 4 450 CHF in Zermatt und etwa 3 360 CHF in Gstaad erheblich günstiger. Auch in diesen teureren Destinationen lassen sich preiswertere Wohnungen finden, insgesamt liegen die Kosten jedoch klar über jenen anderen Regionen. Wer erst im Oktober bucht, hat hingegen kaum mehr Chancen auf ein wirklich günstiges Angebot.
Wer bei der Unterkunft sparen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Am meisten bringt es, früh zu buchen. Auch Flexibilität hilft: Unterkünfte ausserhalb der bekannten Zentren – etwa in Saas-Grund statt direkt in Saas-Fee – sind oft um einiges günstiger. Und wer ausserhalb der Hauptferienzeit reisen kann, profitiert in der Regel von tieferen Preisen. Für viele Familien mit schulpflichtigen Kindern ist dies jedoch nicht realistisch, da sie an die Schulferien gebunden sind.
Paare, die ein Zimmer in einem Viersternehotel suchen, profitieren in diesem Winter von tieferen Preisen im Vergleich zum Vorjahr und zahlen für eine Woche Skiferien 7% weniger. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Preise im letzten Winter stark angestiegen waren. Der aktuelle Rückgang stellt deshalb eher eine Normalisierung als einen grundlegenden Trendwechsel dar. Gleichzeitig bleiben die strukturellen Kostentreiber bestehen. Höhere Personalkosten infolge des Fachkräftemangels sowie anhaltend hohe Einkaufskosten sorgen dafür, dass das Preisniveau in der Hotellerie weiterhin hoch bleibt. Die tiefsten Preise lassen sich in Airolo, Adelboden-Lenk und Engelberg-Titlis finden. Am anderen Ende der Preisskala befinden sich Verbier, Gstaad und Zermatt.
Über alle Kundensegmente (vierköpfige Familie, Ehepaar, Studierende) hinweg, sind Airolo, Adelboden-Lenk und Engelberg-Titlis die günstigsten Skigebiete in den Schweizer Bergen. Eine Familie zahlt in Airolo mit 3 399 CHF am wenigsten, gefolgt von der Aletsch Arena (4 643 CHF) und Andermatt-Sedrun (4 828 CHF). Für Paare bietet Airolo mit 2 465 Franken die günstigsten Ferien, gefolgt von Adelboden (3 116 CHF) und Engelberg-Titlis (3 590 CHF). Auch für Studierende ist Airolo mit 902 CHF die preiswerteste Option, gefolgt von der Aletsch Arena mit 1 215 CHF und Engelberg-Titlis mit 1 334 CHF.
Über alle Kundengruppen hinweg am kostspieligsten sind die Premiumdestinationen Zermatt, Gstaad und St. Moritz. Für Familien ist Zermatt mit durchschnittlich 11 787 CHF pro Woche am teuersten, gefolgt von Gstaad (8 859 CHF). Bei den Paaren liegt Verbier (6 763 CHF) an der Spitze, gefolgt von Gstaad (6 614 CHF) und St. Moritz (6 580 CHF). Studierende müssen in Zermatt (3 358 CHF) und Gstaad (2 700 CHF) mit den höchsten Preisen rechnen. Haupttreiber dieser hohen Kosten sind die Unterkunftspreise.
Fazit: Früh planen zahlt sich 2026 besonders aus