Am 8. März 2026 hat die Schweiz eine neue Steuerregel angenommen. Es ging eigentlich um eine einfache Frage: Soll jede Person ihre Steuern für sich zahlen – egal ob verheiratet oder nicht? Für junge Menschen kann das später wichtig werden, wenn es um Heirat, Familie und Arbeit geht.
Worum ging es?
Heute ist es in der Schweiz so: Wenn zwei Personen heiraten, werden ihre Einkommen zusammengerechnet und als Ganzes versteuert. Das kann teurer sein, als beide Einkommen einzeln zu versteuern, weil die prozentuale Steuerbelastung mit steigendem Einkommen höher wird. So zahlen verheiratete Paare oft mehr als Paare im Konkubinat, vor allem bei der direkten Bundessteuer. Diese Mehrbelastung nennt man «Heiratsstrafe» und ist seit Jahrzehnten umstritten.
Darum hat die Frage „Heiraten oder nicht?“ heute in der Schweiz nicht nur mit Liebe zu tun, sondern manchmal auch mit Geld.
Die «Individualbesteuerung» wird eingeführt. Das heisst: Jede Person füllt ihre eigene Steuererklärung aus und wird auch einzeln besteuert – unabhängig davon, ob sie verheiratet ist oder nicht. Damit ist die Heiratsstrafe weg.
Ein Ziel der Reform ist, dass sich Arbeiten mehr lohnt – das betrifft besonders Frauen, die auch heute noch oft Teilzeit arbeiten oder nach einer Familienpause wieder einsteigen. Ob das wirklich zu mehr Erwerbsarbeit führt, wird sich erst zeigen.
Das neue System gilt frühestens ab 2032.
Die Individualbesteuerung betrifft Ihre Zukunft: Wenn Sie später heiraten oder als Paar zwei Einkommen haben, macht die Reform einen Unterschied machen. Begünstigt werden vor allem moderne Lebensmodelle, in denen beide Partnerinnen oder Partner arbeiten und finanziell unabhängig bleiben.
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