Wie bereits in den vergangenen Jahren haben unsere Fachleute zehn Aktien identifiziert, denen sie 2026 besonders gute Aussichten einräumen. Sie können von den positiven Entwicklungschancen dieser Titel profitieren, indem Sie in ein 12-monatiges Tracker-Zertifikat in CHF auf einen gleichgewichteten Aktienkorb mit den Jahresfavoriten 2026 investieren. Die Zeichnungsfrist ist zwar bereits beendet. Es findet jedoch ein Sekundärhandel, über den interessierte Anleger weiterhin in das Tracker-Zertifikat investieren können.
Das Wichtigste in Kürze:
Wie bereits im Vorjahr verlief der Start ins Aktienbörsenjahr 2026 äusserst holprig. Vor rund zwölf Monaten versetzte das Thema Einfuhrzölle die Märkte noch in Aufruhr, verlor jedoch bereits wenige Monate später deutlich an Schrecken. Aktuell sorgt die Entwicklung rund um den Angriff auf den Iran durch Israel und die USA für Verunsicherung. Noch vor wenigen Wochen hätten nur die wenigsten mit einer solchen Eskalation gerechnet.
Diese Ereignisse wirken sich auch auf unsere Jahresfavoriten beziehungsweise auf den entsprechenden Tracker aus, der nur wenige Wochen vor Ausbruch des Konflikts lanciert wurde. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten der globalen Konjunktur für das laufende Jahr durch den Iran-Krieg lediglich leicht eingetrübt haben. Für 2027 bleiben die grundsätzlich positiven Perspektiven hingegen unverändert. Auch hinsichtlich der Teuerungsraten erwarten wir zum jetzigen Zeitpunkt lediglich einen moderat erhöhten Inflationsdruck.
Wie so oft bei abrupten Stimmungsumschwüngen an den Aktienmärkten haben zahlreiche Titel aus unserer Sicht übermässig korrigiert. Solche Übertreibungen lassen sich auch innerhalb unserer Auswahl der Jahresfavoriten beobachten, was gemäss unserer Einschätzung gleichzeitig attraktive Chancen eröffnet. Folgenden präsentieren wir deshalb gerne eine aktuelle Einschätzung zu jedem unserer zehn Jahresfavoriten.
Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt per 18. März 2026 bei 17.4x und damit deutlich unter dem Wert von 20.1x, der noch zum Zeitpunkt der Lancierung ausgewiesen wurde. Das Aufwärtspotenzial gemäss unseren aktuellen Kurszielen beläuft sich auf beachtliche 31.6 % (Stand: 18. März 2026) und liegt damit nicht nur über dem Konsensus von 24.5 %, sondern auch deutlich über der aktuellen SMI-Prognose von 13.0 %. Bei jenen Aktien, die derzeit ein eher begrenztes Aufwärtspotenzial aufweisen, erwarten wir, dass die Unternehmen im Jahresverlauf überzeugende fundamentale Argumente für höhere Kursziele liefern werden.
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Amrize Ltd ist ein führendes nordamerikanisches Baustoff- und Baumaterialunternehmen. Es entstand 2025 als 100 %ige Abspaltung der Nordamerika-Geschäfte von Holcim und ist seit dem 23. Juni 2025 an der NYSE sowie der SIX notiert. Mit über 1000 Standorten in den USA und Kanada und rund 19 000 Mitarbeitenden deckt Amrize die wichtigsten Segmente der Bauindustrie ab – von Zement, Zuschlagstoffen, Beton und Asphalt bis zu Dach- und Gebäudehüllsystemen. Die Kunden kommen aus Infrastruktur-, Gewerbe- und Wohnungsbau, Neubau sowie Reparatur und Renovierung. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen rund 11.7 Mia. USD Umsatz sowie 3.2 Mia. USD adj. EBITDA und unterstreicht damit seine starke Marktposition und Profitabilität. Die Strategie umfasst organisches Wachstum, gezielte Akquisitionen sowie eine führende Präsenz im wachsenden nordamerikanischen Bauwesen. Das Unternehmen wird von Jan Jenisch geführt, der zuvor bereits Sika und Holcim zu grossem Erfolg geführt hat.
Die Bachem Holding AG ist auf die Entwicklung und die Herstellung von Peptiden und Oligonukleotiden spezialisiert. Das Unternehmen liefert Produkte für die Forschung, die klinische Entwicklung und die gewerbliche Anwendung an Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Das Unternehmen mit Sitz in Bubendorf ist mit Produktionswerken in der Schweiz, in Europa, in den USA und in Asien vertreten. Der Aktienkurs von Bachem kam Ende Februar stark unter Druck, nachdem Novo Nordisk enttäuschende Studiendaten zu einem Wirkstoff veröffentlicht hatte. Es wird angenommen, dass Novo Nordisk zu den wichtigsten Kunden von Bachem zählt. Allerdings lässt sich dies nicht verifizieren, ist doch lediglich Novo Nordisks Konkurrent Eli Lilly namentlich als Kunde von Bachem bekannt. Da Bachem bei der Präsentation der Ergebnisse für 2025 (Anfang März 2026) an der bisherigen Prognose für 2026 festhielt, zeigt sich zumindest auf operativer Basis kein negativer Einfluss der Meldung von Novo Nordisk. Wir erachten deshalb den Zeitpunkt für einen Einstieg nun als noch attraktiver als zuvor.
Die BKW konzentriert sich auf die Produktion, den Transport, den Handel und den Verkauf von Energie und auf Energielösungen. Der Schweizer Energiekonzern ist in der Schweiz und in Deutschland aktiv. Die BKW ist dank ihrer Diversifizierung strategisch sehr gut aufgestellt und verfügt sowohl über internes als auch externes Gewinnverbesserungspotenzial. Das operative Geschäft ist insbesondere von zwei Faktoren abhängig: Energiepreise und Wetter. Das Dienstleistungsgeschäft wächst organisch, insbesondere dank dem Hochspannungsleitungs-Geschäft in Deutschland. Eine Normalisierung der Strompreise würde den Gewinn für 2026 und 2027 deutlich verbessern. Doch auch ohne eine solche Normalisierung der Energiepreise sollte die BKW im Jahr 2026 – dank einer hohen Kostendisziplin in der Lage und Hedging-Aktivitäten – in der Lage sein den Gewinn weiter zu verbessern. Die Aktie des Berner Energiekonzerns bleibt im Peer-Vergleich günstig bewertet.
Givaudan ist der weltweit führende Hersteller von Aromen, Riechstoffen und Duftstoffingredienzien. Das Unternehmen beliefert Kunden aus der Lebensmittel-, Getränke-, Kosmetik-, Körperpflege- und Parfümindustrie. Die beiden Hauptgeschäftsbereiche Taste & Wellbeing sowie Fragrance & Beauty entwickeln Aromen, Geschmacksprofile, Parfüms und kosmetische Wirkstoffe. Givaudan ist für seine Innovationskraft, globale Präsenz und enge Partnerschaften mit Konsumgüterherstellern bekannt. Ein Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit, natürlichen Inhaltsstoffen und biotechnologischen Lösungen. Mit einer starken Marktposition, hoher Profitabilität und breitem Portfolio zählt Givaudan zu den zentralen Akteuren der globalen Konsumgüter-Wertschöpfungskette. Die Aktie wird z.Z. deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt des EV/EBTIDA-Ratio gehandelt. Das Management äusserte sich zuletzt überraschend vorsichtig Geschäftsverlauf, die harsche Reaktion des Marktes ist unserer Einschätzung nach übertrieben und stellt eine Gelegenheit dar.
Implenia AG ist der führende Schweizer Bauunternehmer und Immobiliendienstleister. Erwähnenswert sind die herausragende, internationale Stellung als Tunnelbauer und Infrastruktur-Leistungsanbieter sowie die Expertise im Bau von Datacentern. Diese erfüllt die höchsten Standards bei Sicherheit, Effizienz und Skalierbarkeit. Implenia nutzt dabei die neusten Erkenntnisse sowohl aus der Forschung (Baumaterialien) wie auch der technischen und technologischen Entwicklung (B2B, KI, Cloud...). Beispielsweise werden Planungsdaten auf der Baustelle als 3D-Modell visualisiert und eröffnen damit ganz neue Perspektiven im Bau. Das Umfeld für qualitativ hochwertige Lösungen bei komplexen Projekten ist trotz der zunehmenden Kosteninflation und der konjunkturellen Abkühlung intakt, wie der eindrückliche Auftragsbestand in Höhe von rund 7.8 Mia. CHF zeigt. Die Auftragsbücher bleiben laut CEO auch weiterhin voll und für grosse Immobilienprojekte an attraktiven, urbanen Lagen besteht eine hohe, weiter steigende Nachfrage – getragen durch das Bevölkerungswachstum, die Urbanisierung, die Energiewende und Investitionen in Verkehrs- und Energieinfrastruktur. Im Bereich der Nachhaltigkeit wird das Unternehmen als führend anerkannt.
Die Compagnie Financière Richemont produziert und vertreibt Luxusgüter (Uhren, Schmuck, Lederwaren, Schreibwaren und Bekleidung). Zu den bekanntesten Marken zählen Cartier, Van Cleef & Arpels, A. Lange & Söhne, Piaget, Jaeger-LeCoultre, IWC, Montblanc, Dunhill und Chloé. Hauptaktionär ist die Compagnie Financière Rupert, die mit einem Anteil von 9.1% am Kapital rund 50% der Stimmen kontrolliert. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran sorgt für erhebliche Probleme in der Golfregion, v.a. im Tourismusbereich. Die Golfregion ist für rund 10 % des Umsatzes von Richemont verantwortlich. Die Unsicherheit gegenüber der Region dürfte selbst bei einem schnellen Ende des Krieges erhalten bleiben. Entsprechend rechnen wir mit deutlichen Einbussen beim Umsatz mit Luxusgütern in dieser Region. Dennoch erachten wir den Kursrückgang als übertrieben.
Siegfried ist ein Pharmazulieferer mit Hauptsitz in Zofingen AG. Der Konzern betreibt ein globales Netzwerk von aktuell rund einem Dutzend Produktionsstandorten in der Schweiz (u. a. Zofingen, Evionnaz), Deutschland, Spanien, Frankreich, Malta, den USA und China. Siegfried präsentierte am 20. Febraur 2026 gute Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025, blieb allerdings beim Ausblick vorsichtig. Das Unternehmen ist zwar bekannt dafür, eher vorsichtige Prognosen abzugeben, um diese dann später zu erfüllen oder gar übertreffen zu können. Die vorsichtige Prognose geriet allerdings angesichts nervöser Börsen (wegen des Krieges) vielen Anlegern «in den falschen Hals». Der Einstiegszeitpunkt für Siegfried ist deshalb nun noch günstiger als zum Emissionszeitpunkt des Trackers.
Straumann ist der weltweit führende Anbieter für Implantat-gestützten sowie restaurativen Zahnersatz und die orale Geweberegeneration. Der Konzern bietet seine Produkte und Dienstleistungen in mehr als 70 Ländern an. Straumann verzeichnete auch im 2025 ein gutes organisches Umsatzwachstum, auch wenn dieses durch Sonderfaktoren gebremst wurde. Straumann ist strategisch sehr gut positioniert, um 2026 in China von VBP 2.0 (neues Regelwerk für den Einkauf von Medizinalprodukten) profitieren zu können. Dieses Potential wird unserer Meinung nach vom Aktienmarkt massiv unterschätzt. Gleichzeitig dürfte der Iran-Krieg keine nennenswerten Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben.
Die UBS befindet sich inmitten der Integration der Credit Suisse, ist aber operativ sehr solide unterwegs. Die CS-Absorption läuft nicht ohne Probleme, jedoch nach Plan (Abschluss im Jahr 2027). Von den vier Divisionen waren 2025 eine (Global Wealth Management) sehr gut und zwei (Asset Management, Investment Banking) gut unterwegs. Einzig die Schweiz-Division tat sich 2025 aufgrund der hohen Kosten der CS-Integration schwer. Wir erwarten, dass sich diese Entwicklung 2026 fortsetzt. Aus Anlegersicht stellt derzeit die seitens der Politik geforderte Erhöhung der Eigenmittelanforderungen das grösste finanzielle Risiko dar. Doch dürften 2026 auch weitere Themen (Forderungen des Jüdischen Weltkongresses für historische CS-Versäumnisse, Neubewertung des CS-Kaufpreises, Streit um die AT1-CS-Anleihen, First Brands-Lieferketten-Pleite) den Aktienkursverlauf beeinflussen. Der Titel bleibt aufgrund des soliden Geschäftsgangs, der robusten Bilanz und der Unterbewertung trotzdem attraktiv. Nach der Klärung der Eigenmittelfrage durch den Bundesrat fällt ein grosser Unsicherheitsfaktor für die UBS-Aktie weg.
Die Zurich Insurance Group ist ein international tätiger Erstversicherungskonzern und in Bereichen Sachversicherungen, Property & Casualty sowie Lebensversicherungen (Life) tätig und bedient sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. In den USA betreibt der Schweizer Versicherer ein Kommissionsgeschäft (Farmers Exchanges) und ist damit die drittgrösste Privat- und Haftpflichtversicherungsgruppe im Land. Gleichzeitig bietet Farmers auch Lebensversicherungen an. Im Jahr 2025 haben sich alle drei Divisionen (Property & Casualty, Life, Farmers Exchanges) sehr gut entwickelt. Die positive Entwicklung fusste dabei auf Volumensteigerungen, Preiserhöhungen, einer vorsichtigen Zeichnungspolitik sowie günstigen Marktentwicklungen. Wir erachten die Wachstumschancen sowohl in Europa als auch in den USA als nach wie vor intakt. Allerdings dürfte der Iran-Krieg die Beazley-Umsätze (Stichwort: Schiffsversicherungen) negativ beeinflussen. Die Aktie ist zwar stattlich bewertet, verfügt aber dank soliden Wachstumsperspektiven, hoher Substanz und attraktiven Gewinnmargen trotzdem über weiteres Kurspotenzial.
Wie bereits in den vergangenen Jahren hat die Basler Kantonalbank auch für die Jahresfavoriten 2026 ein neues Tracker-Zertifikat lancieren. Emittentin ist die Banque Cantonale Vaudoise BCV. Die zehn Schweizer Titel werden im Zertifikat gleichgewichtet (je 10 %) vertreten sein. Die Zeichnungsfrist ist zwar bereits beendet. Allerdings können interessierte Anleger das Tracker-Zertifikat über den Sekundärhandel erwerben.
| Produktetyp nach SSPA |
Partizipationsprodukte, Tracker-Zertifikate (1300) |
| Emittentin |
Banque Cantonale Vaudoise, Lausanne |
| Garantin |
Banque Cantonale Vaudoise, Lausanne |
| ISIN / Valor |
ISIN: CH1516410243 / Valor: 151641024 |
| SIX-Symbol |
1164BC |
| Emissionspreis pro Instrument |
CHF 100.00 |
| Referenzwährung |
Schweizer Franken (CHF): Emission, Handel und Rückzahlung erfolgen in der Referenzwährung. |
| Referenzpreis |
CHF 99.90 |
| Letzter Handelszeitpunkt |
4. Februar 2027 (Handel bis zum offiziellen Handelsschluss an der SIX Swiss Exchange) |
| Schlussfixierungspreis |
Der Schlussfixierungspreis pro Zertifikat entspricht dem Erlös, welcher von der Emittentin während der Schlussfixierung durch den interessewahrenden Verkauf sämtlicher pro Zertifikat enthaltenen Aktien, zuzüglich eines allfälligen Cash-Bestands und nach Abzug aller anfallenden Kosten, in der Referenzwährung erzielt wird. |
| Schlussfixierungsperiode |
5. bis 8. Februar 2027 (Periode, in welcher der Schlussfixierungspreis festgelegt wird). Die Berechnungsstelle wird die entsprechenden Aktienkurse während der Schlussfixierungsperiode in ihrem alleinigen Ermessen feststellen. |
| Rückzahlungstag / Valuta |
12. Februar 2027 |
| Verkaufsrestriktionen |
Die wichtigsten Jurisdiktionen, in denen die Produkte nicht öffentlich angeboten werden dürfen, sind der EWR, das Vereinigte Königreich, Hongkong und Singapur. Die Produkte dürfen nicht innerhalb der Vereinigten Staaten bzw. nicht an oder auf Rechnung oder zugunsten von US-Personen (wie in Regulation S definiert) angeboten oder verkauft werden. |