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Säule 3a: Was Ehepaare und Konkubinatspaare unbedingt wissen sollten

Ehepaare und Konkubinatspaare leben oft ähnlich – in der Vorsorge gelten jedoch unterschiedliche Regeln. Das zeigt sich besonders bei der Säule 3a. Wer die Unterschiede kennt, plant seine Zukunft entspannter und verhindert unangenehme Überraschungen.

Ein Paar informiert sich über die Unterschiede in der Vorsorge bei Konkubinat und Ehe
Dieser Beitrag erklärt Ihnen, worauf es ankommt, wenn Sie Ihre finanzielle Sicherheit gemeinsam gestalten. So sehen Sie auf einen Blick, welche Rechte und Pflichten bei Ehe und Konkubinat gelten und wie Sie Ihre Vorsorge optimal planen.

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Auf einen Blick

  • Steuerbegünstigt in die 3. Säule einzahlen lohnt sich unabhängig vom Zivilstand.
  • Wichtig für im Konkubinat Lebende ist es jedoch, sich gegenseitig bei der Stiftung der dritten Säule zu begünstigen.
  • Mit gestaffeltem Bezug der Vorsorgegelder und mit Wertschriftensparen lässt sich die eigene Vorsorge zusätzlich optimieren.

Die Säule 3a

Die Säule 3a ist die sogenannte freiwillige private Vorsorge. Um sich finanziell für die Zukunft abzusichern, können Sie mit Pensionskassenanschluss jährlich maximal 7258 Franken steuerbegünstigt in dieses Vorsorgegefäss einzahlen. Ohne Pensionskassenanschluss sind maximal 20 Prozent des Einkommens bzw. höchstens 36 288 Franken pro Jahr zulässig. (Maximalbeträge: Stand 2025)

Steueroptimierung durch Säule 3a-Einzahlung

Unabhängig davon, ob ein Paar im Konkubinat lebt oder verheiratet ist, können beide Personen den Betrag steuerbegünstigt in die dritte Säule einbezahlen. Das bedeutet soviel wie, dass der Betrag, welcher in die dritte Säule einbezahlt wird, vollständig vom Einkommen abgezogen werden kann und sich somit das steuerbare Einkommen reduziert.

So hoch ist Ihre Steuerersparnis mit der Säule 3a

Ihre Einzahlungen in die dritte Säule können Sie vollumfänglich von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Dabei profitieren Sie je nach steuerbarem Einkommen und den getätigten Einzahlungen von einer unterschiedlichen Steuerersparnis.

Beispiel: Alleinstehende Person / Konkubinat

Steuerbares Einkommen: 60 000 Franken, Steuersätze 2024, Maximalbetrag 2025, Basel-Stadt

  Ohne Säule 3a  Mit Säule 3a (Teilzahlung) Mit Säule 3a (Einzahlung Maximalbetrag, 1 Person) Mit Säule 3a (Einzahlung Maximalbetrag - Beide Ehepartner)
Jährliche Einzahlung in die Säule 3a: 0 Franken 3600 Franken 7258 Franken 14 516 Franken
Jährliche Steuern gesamt:
22 816 Franken
21 880 Franken
20 940 Franken
19 136 Franken
Steuerersparnis pro Jahr:
0 Franken
936 Franken
1876 Franken
3680 Franken

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Beispiel: Verheiratetes Paar

Steuerbares Einkommen: 100 000 Franken, Steuersätze 2024, Maximalbetrag 2025, Basel-Stadt

  Ohne Säule 3a  Mit Säule 3a (Teilzahlung) Mit Säule 3a (Einzahlung Maximalbetrag, 1 Person) Mit Säule 3a (Einzahlung Maximalbetrag - Beide Ehepartner)
Jährliche Einzahlung in die Säule 3a: 0 Franken 3600 Franken 7258 Franken 14 516 Franken
Jährliche Steuern gesamt:
22 816 Franken
21 880 Franken
20 940 Franken
19 136 Franken
Steuerersparnis pro Jahr:
0 Franken
936 Franken
1876 Franken
3680 Franken

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Konkubinat: Absicherung im Todesfall

Bei Konkubinatspaaren gilt es zusätzlich zu beachten, dass man sich gegenseitig genauso wie innerhalb der zweiten Säule bei der Stiftung der dritten Säule (übrigens gilt dies auch für Freizügigkeitsguthaben) begünstigen kann. Dafür kennt die Stiftung in der Regel ein separates Formular, die sogenannte Begünstigtenerklärung. Die Stiftung muss im Besitz dieses Formulars sein, damit 3a-Gelder im Todesfall direkt an die begünstigte Person ausbezahlt werden.

Mehrere Säule 3a-Gefässe aufbauen für Steueroptimierung beim Bezug

Abb. 1: Einmalige vs. gestaffelte Auszahlung von Vorsorgegeldern

Die Grafik zeigt beispielhaft die einmalige sowie die gestaffelte Auszahlung von Vorsorgegeldern über 6 Jahre. Der gestaffelte Bezug bewirkt eine um 9100 Franken tiefere Besteuerung. Hinweis: Die tatsächliche Steuerersparnis kann abweichen.

Aus steuerlicher Sicht macht es Sinn, nicht nur eine dritte Säule aufzufüllen, sondern mehrere Gefässe. Die Säule 3a-Guthaben können ab Alter 60 bis 65 gestaffelt bezogen werden. Dieser gestaffelte Bezug bringt einen steuerlichen Vorteil mit sich.

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Säule 3a mit Wertschriften aufbauen

Gerade bei jüngeren Paaren ist es zudem für jede einzelne Person interessant, die Säule 3a nicht einfach in einer Kontolösung liegen zu lassen, sondern in Wertschriften zu investieren, da so langfristig mehr Rendite erwirtschaftet werden kann. Isabelle hat diese Möglichkeit für sich geprüft, indem sie jährlich 4000 Franken in die dritte Säule einbezahlt und simuliert, wie hoch ihr Guthaben mit Alter 65 wäre auf einem Konto oder einer Wertschriftenlösung (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Entwicklung des Guthabens in der Säule 3a mit Konto- und Wertschriftenlösung*

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Säule 3a-Guthaben dürfen für die Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum bezogen werden. Wenn dies der Plan ist innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre, so ist eine Wertschriftenlösung in der Säule 3a nicht zu empfehlen. In der Praxis spricht man vom Anlagehorizont, der vorausgesetzt wird, damit es überhaupt erst sinnvoll ist, Gelder zu investieren.

Fazit

Eine Heirat wirkt sich auf viele Bereiche aus: Die AHV-Leistungen, die Pensionskasse, die dritte Säule, die Steuern und den Nachlass. Bei allen finanziellen Stolpersteinen, die sich auftun, zu guter Letzt ein Appell an die Romantik. Lassen wir uns unsere Wünsche und Träume nicht nehmen aus Angst vor einer möglichen Steuerprogression und dem Abschluss von Todesfallrisikopolicen. Vielmehr sollten wir neben dem Wedding-Planer eben auch die Vorsorgeexpertin konsultieren und uns die Zeit nehmen, uns aktiv um unsere Finanzen zu kümmern und Verantwortung dafür zu übernehmen.

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