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Hypotheken

Erste und zweite Hypothek: Unterschiede und Beispiele

Ein Eigenheim zu kaufen ist für viele Menschen ein grosser Traum. Damit dieser Wirklichkeit wird, braucht es meist eine Hypothek. In der Schweiz ist die Immobilienfinanzierung in zwei Teile aufgeteilt: in eine erste und eine zweite Hypothek. Doch was heisst das genau und worin unterscheiden sich die beiden? Wenn Sie die Grundlagen kennen, können Sie Ihre Finanzierung besser planen und die Tragbarkeit Ihrer Immobilie realistisch einschätzen.

Ein junges Paar informiert sich zu den Unterschieden zwischen erster und zweiter Hypothek.

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Die Finanzierung eines Eigenheims erfolgt in der Schweiz über eine erste und eine zweite Hypothek. Dabei handelt es sich bei beiden um langfristige Darlehen, mit denen Sie einen Teil des Kaufpreises Ihrer Immobilie abdecken.
  • Funktion: Die erste Hypothek deckt in der Regel rund zwei Drittel des Immobilienwerts ab. Die zweite Hypothek ergänzt die Finanzierung und wird meist für den darüberliegenden Betrag bis 80% des Kaufpreises eingesetzt.
  • Unterschiede: Ein grosser Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Hypothek liegt in der Amortisation. Die zweite Hypothek müssen Sie in der Regel innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung zurückzahlen. Die erste Hypothek hingegen müssen Sie nicht amortisieren, solange Sie die Zinsen bezahlen und die Tragbarkeit gegeben ist.
  • Bank Cler Angebot: Mit den Hypotheken der Bank Cler finanzieren Sie Ihre Liegenschaft flexibel und passend zu Ihrer Lebenssituation. Ob Festhypothek, SARON-Hypothek oder eine Kombination verschiedener Modelle – wir begleiten Sie persönlich und sorgen dafür, dass die Ihre Finanzierung nachhaltig tragbar bleibt.

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Was sind die erste und die zweite Hypothek?

Bei der Immobilienfinanzierung wird der Hypothekarbetrag in der Regel aufgeteilt: in eine erste und eine zweite Hypothek. Die erste Hypothek bildet den Hauptteil der Finanzierung Ihrer Immobilie. Solange Sie die Hypothekarzinsen bezahlen und die Tragbarkeit gegeben ist, müssen Sie diesen Teil nicht amortisieren. Das bedeutet, dass keine feste Rückzahlungsfrist besteht. Die zweite Hypothek ergänzt die erste Hypothek. Für sie gilt jedoch eine klare Ammortisationspflicht. Sie muss innerhalb einer bestimmten Frist oder spätestens bis zur Pensionierung zurückbezahlt werden.

Wie erfolgt die Finanzierung mit erster und zweiter Hypothek?

Die Finanzierung eines Eigenheims erfolgt meist mit einer Kombination aus Eigenkapital und einer Hypothek. Dabei wird der Fremdkapitalanteil in eine erste und eine zweite Hypothek aufgeteilt. Gemeinsam decken sie bis zu 80% des Kaufpreises einer Immobilie ab. Für die verbleibenden 20% müssen Sie neben der Hypothek Eigenmittel einbringen.

Wie genau diese Aufteilung funktioniert und worauf Sie achten sollten, zeigt die folgende Übersicht:

  • Eigenmittel: Mindestens 20% des Kaufpreises müssen durch Eigenkapital gedeckt sein. Davon müssen mindestens 10% sogenannte harte Eigenmittel sein, also Mittel, die nicht aus der Pensionskasse stammen. Dazu zählen zum Beispiel Ersparnisse oder Gelder aus der Säule 3a.
  • Erste Hypothek: Sie deckt bis zu etwa 67% des Immobilienwerts ab. Diese Form der Finanzierung ist in der Regel günstiger, da sie im Grundbuch im ersten Rang steht und bei einem Verkauf im Notfall zuerst aus dem Erlös zurückbezahlt wird. Eine Rückzahlung ist nicht zwingend nötig, solange die Tragbarkeit gewährleistet ist.
  • Zweite Hypothek: Sie ergänzt die Finanzierung bis maximal 80% des Immobilienwerts. Da sie erst nach der ersten Hypothek aus dem Verkaufserlös zurückbezahlt wird, ist das Risiko für die Bank höher. Das zeigt sich häufig in einem etwas höheren Zinssatz. Diese Hypothek muss innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung amortisiert werden.

Neben der Aufteilung der Hypothek stellt sich die Frage, wie die Rückzahlung erfolgt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Direkte Amortisation: Hier zahlen Sie regelmässig Beträge an die Bank zurück, wodurch sich die Hypothekarsumme und die Zinskosten laufend reduzieren.
  • Indirekte Amortisation: Die Rückzahlung erfolgt über gebundene Vorsorgegelder wie die Säule 3a. Die Einzahlungen werden verpfändet und erst bei Pensionierung zur Rückzahlung verwendet. Das kann steuerliche Vorteile bringen.

Ob Sie sich Ihr Wunschobjekt leisten können, finden Sie mit dem Hypothekenrechner der Bank Cler in wenigen Minuten heraus. Der Online-Rechner berücksichtigt Ihre Finanzierungsdaten und führt automatisch eine Tragbarkeitsrechnung durch.

So funktioniert’s:

  1. Kaufpreis eingeben: Tragen Sie den geschätzten Preis Ihrer Wunschimmobilie ein.
  2. Eigenmittel angeben: Geben Sie an, wie viel Eigenkapital Sie einbringen möchten. Als Minimum gelten 20% des Kaufpreises.
  3. Einkommen erfassen: Erfassen Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen.
  4. Berechnung prüfen: Sehen Sie sofort, ob die Finanzierung tragbar ist und mit welchen monatlichen Kosten Sie rechnen sollten.
  5. Profil ergänzen (optional): Für eine genauere Einschätzung können Sie ein Profil erstellen und Unterlagen hochladen.
  6. Offerte anfordern: Auf Wunsch erhalten Sie eine unverbindliche Offerte, die zu Ihrer Situation passt.

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Was sind die Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Hypothek?

Die erste und die zweite Hypothek erfüllen unterschiedliche Funktionen bei der Finanzierung einer Immobilie. Dabei geht es nicht nur um die Höhe des Darlehens, sondern auch um Rückzahlungsmodalitäten, Zinssätze und Risiken. Die folgende Übersicht zeigt die Merkmale beider Hypothekarstufen im direkten Vergleich:

Merkmal Erste Hypothek Zweite Hypothek
Belehnung
Bis ca. 67% des Immobilienwerts
Ergänzt die Finanzierung bis max. 80% des Immobilienwerts
Amortisation
Keine Pflicht, solange Tragbarkeit gegeben ist
Rückzahlung innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung
Amortisationsart
Direkte oder indirekte Amortisation möglich
Direkte oder indirekte Amortisation möglich
Hypothekarmodelle
Verschiedene Modelle oder Kombinationen möglich
Verschiedene Modelle oder Kombinationen möglich
Steuerlicher Effekt
Zinskosten abziehbar
Höhere Zinskosten können zu grösserem Steuerabzug führen

Beispiele: Aufteilung der ersten und zweiten Hypothek

Die Grafik zeigt die Aufteilung der ersten und zweiten Hypothek.
Wie die Finanzierung mit erster und zweiter Hypothek in der Praxis aussieht, zeigt sich am besten an konkreten Beispielen. Die Höhe der Eigenmittel beeinflusst direkt, wie viel Sie über eine Hypothek finanzieren können und ob eine zweite Hypothek überhaupt nötig ist. Die folgenden drei Szenarien basieren jeweils auf einem Immobilienkauf mit einem Kaufpreis von 1 000 000 CHF.

Eigenheim für 1 000 000 CHF

  • Beispiel 1: 20% Eigenmittel

    • Eigenmittel:
      200 000 CHF (20%)
    • Erste Hypothek:
      670 000 CHF (67%)
    • Zweite Hypothek:
      130 000 CHF (13%)

    Bei einem vergleichsweise niedrigen Eigenkapitalanteil fällt der Anteil der zweiten Hypothek höher aus. Die erste Hypothek deckt weiterhin den Hauptteil der Finanzierung ab, während die zweite Hypothek den zusätzlichen Betrag ergänzt.

  • Beispiel 2: 25% Eigenmittel

    • Eigenmittel:
      250 000 CHF (25%)
    • Erste Hypothek:
      670 000 CHF (67%)
    • Zweite Hypothek:
      80 000 CHF (8%)

    Mit etwas mehr Eigenmitteln reduziert sich der Anteil der zweiten Hypothek. Dadurch fällt die Rückzahlungsverpflichtung tiefer aus und in der Regel auch die gesamte Zinsbelastung, da ein kleinerer Teil über die meist höher verzinste zweite Hypothek finanziert wird.

  • Beispiel 3: 33% Eigenmittel

    • Eigenmittel:
      330 000 CHF (33%)
    • Erste Hypothek:
      670 000 CHF (67%)
    • Zweite Hypothek:
      entfällt

    Wer ein Drittel des Kaufpreises selbst finanzieren kann, benötigt in der Regel keine zweite Hypothek. Das schafft mehr finanzielle Flexibilität, da keine zusätzliche Amortisationspflicht besteht.

Transparente Konditionen

Wenn Sie wissen möchten, wie hoch die aktuellen Hypothekarzinsen der Bank Cler sind, finden Sie diese übersichtlich auf unserer Website. Dabei handelt es sich um sogenannte Richtsätze. Sie geben eine erste Orientierung zur Zinsentwicklung, ersetzen aber keine persönliche Berechnung.

Ihr individueller Zinssatz wird im Beratungsgespräch festgelegt und hängt unter anderem von der gewählten Hypothek, der Laufzeit und Ihrem Eigenkapital ab. Je nach Situation kann Ihr persönlicher Zinssatz vom publizierten Richtwert abweichen. Wir beraten Sie gerne persönlich und zeigen Ihnen, welche Konditionen zu Ihrer Finanzierung passen.
Beraten werden

Was gibt es bei der ersten und der zweiten Hypothek noch zu beachten?

Bei der Finanzierung mit erster und zweiter Hypothek müssen neben Belehnung und Rückzahlung noch weitere Überlegungen gemacht werden. Wer sein Eigenheim langfristig und sicher finanzieren möchte, sollte diese Aspekte im Blick behalten:

  • Tragbarkeit: Die gesamten Wohnkosten, also Hypothekarzinsen, Amortisation und Nebenkosten, dürfen nicht mehr als ein Drittel Ihres Bruttoeinkommens betragen. Eine Tragbarkeitsrechnung hilft dabei, die langfristige Belastung realistisch einzuschätzen und die Finanzierung entsprechend zu planen.
  • Zukunftsplanung: Wenn Sie absehen können, dass sich Ihre Einkommenssituation verändert – etwa durch Pensionierung – sollten Sie das frühzeitig in Ihre Finanzplanung einbeziehen.
  • Hypothekarmodell: Ob Festhypothek mit fixem Zinssatz oder ein flexibles Modell wie die SARON-Hypothek – die Wahl des Modells beeinflusst Ihre Planungssicherheit und Ihre Kosten.

Finden Sie die passenden Hypotheken mit der Bank Cler

Die passende Finanzierung entscheidet ebenso über Ihre langfristige Lebensqualität wie die Immobilie selbst. Ob erste oder zweite Hypothek, ob Nachhaltigkeitshypothek oder variable Hypothekbei der Bank Cler stehen Ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Gemeinsam besprechen wir, wie sich Ihre Finanzierung sinnvoll aufteilen lässt, welche Hypothek zu Ihrer Lebenssituation passt und wie Ihre monatliche Belastung tragbar bleibt.

Die Entscheidung für eine Hypothek hängt von mehreren Aspekten ab: Ihrem Eigenkapital, Ihrer Risikobereitschaft, Ihrer finanziellen Planung und Ihren Zukunftswünschen. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten sich bei der ersten und der zweiten Hypothek bieten und unterstützen Sie dabei, ein Modell zu wählen, das langfristig zu Ihnen passt.
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